Astronomen entdecken bislang kleinsten Exoplaneten

Der äußerste bekannte Planet des Roten Zwergsterns Gliese 581 dürfte gerade noch in der lebensfreundlichen Zone liegen.
(Grafik: ESO, Franck Selsis (Univ. Bordeaux))
Mit dem Präzisionsinstrument HARPS an der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile gelang Astronomen um Michel Mayor die Entdeckung des bislang kleinsten Exoplaneten. Gliese 581e hat nur knapp die doppelte Masse unserer Erde und umkreist den 20,5 Lichtjahre von uns entfernten Roten Zwergstern Gliese 581 im Sternbild Waage, bei dem in den letzten beiden Jahren schon drei andere Exoplaneten nachgewiesen wurden. Anhand der neuen Daten konnten die Forscher die Angaben zur Umlaufbahn von Gliese 581 d verfeinern, den sie im Jahr 2007 entdeckt hatten. Demnach kreist diese Welt in einem Abstand um sein Zentralgestirn, der die Existenz flüssigen Wassers gestatten könnte.
Es ist schon faszinierend, wie weit wir seit der Entdeckung des ersten Exoplaneten im Jahr 1995 gekommen sind. Die Masse von Gliese 581 e ist 80 Mal kleiner als die von 51 Pegasi b. Und zwischen den beiden Entdeckungen liegen nur 14 Jahre…