PostHeaderIcon In jedem steckt ein Marsforscher

Vielleicht hat die NASA längst ein Marsmännchen fotografiert und weiß es nur noch nicht.
Ständig schweben Raumsonden in der Umlaufbahn des Roten Planeten. Hunderttausende Fotos haben sie schon von der Oberfläche geschossen, und täglich liefern sie neue. Doch die Forscher der US-Raumfahrtbehörde kommen mit der Auswertung der Bilder nicht mehr nach.
Deshalb hat die NASA jetzt eine Webseite ins Leben gerufen, auf der jeder bei der Erforschung des Mars mitmachen kann. Auf der Seite können die Besucher die schroffen Schluchten und staubigen Ebenen des Planeten entdecken. Per Mausklick zählen sie die vielen Krater, die auf den Fotos der Orbiter erkennbar sind, oder vergleichen die unterschiedlichen Landschaften miteinander. Eine Videoeinführung zeigt, worauf man achten muss. Die Ergebnisse der Arbeit der Seitenbesucher werden gespeichert. Sie sollen den NASA-Experten helfen, die Planetenoberfläche besser zu verstehen: Wo floss einmal Lava? Wo gab es Überschwemmungen? Wo könnten Lebensformen existiert haben?
Die Idee hinter der Webseite ist nicht neu. Vor zwei Jahren starteten die Universitäten von Oxford und Portsmouth sowie die Johns Hopkins University in Baltimore das Projekt Galaxy Zoo, bei dem die Teilnehmer Fotos von mehr als einer Million Galaxien sortieren sollen. Eine niederländische Physiklehrerin entdeckte dabei ein neues kosmisches Objekt. Und auch die NASA selbst hat Erfahrung damit, die Bürger an Forschungsprojekten zu beteiligen: im Jahr 2006 rief sie dazu auf, mikroskopische Aufnahmen von Sternenstaub zu untersuchen, der von der Sonde Stardust eingesammelt und per Landekapsel zur Erde gebracht worden war.
Jetzt soll die Öffentlichkeit also den erdähnlichsten Planeten des Sonnensystems erforschen. Und damit möglichst viele junge Weltraumfans mitmachen, ist die neue Webseite aufgemacht wie ein Computerspiel – mit Spielfiguren und Bonuspunkten. Und man kann natürlich per Mail Kontakt zur NASA aufnehmen. Zum Beispiel, wenn man auf den Fotos ein winkendes grünes Männchen entdeckt hat.

Be A Martian

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