Archiv für die Kategorie „Kosmologie“

PostHeaderIcon Stärke und Struktur des Magnetfelds verschmelzender Neutronensterne

Die vielleicht faszinierendste Frage beim Schicksal zweier verschmelzender Neutronensterne ist, ob hierbei extreme Magnetfelder von mehr als 1.000 Billionen (1015) Gauss entstehen können und in welchem Ausmaß sie die Eigenschaften dieser Objekte beeinflussen. Durch Simulationen der Bedingungen, die in diesen Verschmelzungen herrschen, haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) und der Universität von Valencia die mögliche Stärke des Magnetfelds und seine Struktur abgeschätzt.

Weiter im Artikel des Max-Planck-Instituts für Astrophysik:
Magnetfelder in verschmelzenden Neutronensternen

PostHeaderIcon Planck liefert erstes Komplettbild des Himmels

Die ESA hat heute die erste Gesamtansicht des Himmels veröffentlicht, die auf Daten ihres Satelliten Planck basiert.

Planck enthüllt Vergangenheit und Gegenwart des Universums

Planck all-sky image depicts galactic mist over the cosmic background

PostHeaderIcon Pulsare als genaue kosmische Uhren

Ein internationales Team von Astronomen hat das Verhalten von kosmischen Uhren untersucht und dabei ein Verfahren entdeckt, das sie zu den mit Abstand genauesten Zeitmessern im Universum macht. Die Wissenschaftler, darunter Michael Kramer vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, werteten dazu die Signale von Pulsaren aus. Diese beobachten Forscher bereits mehrere Jahrzehnte mit dem 76-Meter-Radioteleskop am englischen Observatorium Jodrell-Bank.

Weiter in der Pressemeldung der Max-Planck-Gesellschaft:
Pulsare als Atomuhren -
Die Korrektur von Rotationsinstabilitäten macht Neutronensterne zu den besten Zeitmessern im Universum

Siehe auch:
Cosmic clocks hold the key to the secrets of the Universe

Switched Magnetospheric Regulation of Pulsar Spin-Down

PostHeaderIcon Gekicke im Weltraum

Gekickt wird nicht nur im Fußball: Wenn etwa Schwarze Löcher einander so nahe kommen, dass sie zusammenstoßen und verschmelzen, dann erfährt das resultierende Schwarze Loch einen Rückstoß und schießt mit einer Geschwindigkeit von bis zu einigen tausend Kilometern pro Sekunde weiter durchs All. Manchmal aber verringert sich das Tempo plötzlich – ein Verhalten, für das es bisher keine Erklärung gab. Nun haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik das Rätsel gelöst: Es handelt sich um eine Art Rückstoß in die entgegengesetzte Richtung, der die Gesamtgeschwindigkeit herabsetzt. In diesem “Anti-Kick” strahlt das Schwarze Loch Gravitationswellen ab und erreicht so seine energetisch optimale Form: die Kugel.

Weiter in der Pressemeldung der Max-Planck-Gesellschaft:
Über das Bremsverhalten von Schwarzen Löchern

PostHeaderIcon Vorgängerobjekte von Typ Ia Supernovae möglicherweise leichter als bislang gedacht

Weiße Zwergsterne als Vorläuferobjekte von Typ Ia Supernovae sind möglicherweise leichter als bisher angenommen. Explosionen der Weißen Zwerge unterhalb einer bestimmten Massengrenze, der sog. Chandrasekhar-Masse, wurden bisher als Erklärung für beobachtete Supernovae ausgeschlossen. Angeregt durch aktuelle Studien zur Zündung thermonuklearer Explosionen Weißer Zwergsterne mit sub-Chandrasekhar-Massen haben Wissenschaftler des Garchinger Max-Planck-Instituts für Astrophysik solche Systeme nun erneut untersucht. Ihre Simulationen zeigen, dass Explosionen von derart leichten Weißen Zwergen wesentlich besser mit den Beobachtungen übereinstimmen könnten als bisher gedacht.

Weiter in der Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Astrophysik:
Sind die Vorgängerobjekte von Typ Ia Supernovae leichter als bisher gedacht?

PostHeaderIcon Erstes hochaufgelöstes Bild mit dem Radioteleskop LOFAR

Das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn und das Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching betreiben beide eine Station des europäischen LOFAR-Teleskops, das vom niederländischen Institut für Radioastronomie, ASTRON, koordiniert wird. Durch die erstmalige Zusammenschaltung von drei deutschen LOFAR-Stationen mit den zentralen Stationen bei Exloo in den Niederlanden ist es einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern unter der Leitung von Olaf Wucknitz vom Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) der Universität Bonn nun gelungen, das erste hochaufgelöste Bild eines weit entfernten Quasars bei Radiowellen im Meter-Bereich zu erhalten. Dieser Wellenlängenbereich war bisher für derart detailgenaue Messungen nicht zugänglich, da dafür normalerweise Radioteleskope mit großem gegenseitigem Abstand miteinander vernetzt werden müssen. Das erste Bild der detaillierten Struktur des Quasars 3C 196 zwischen 4 und 10 m Wellenlänge konnte bereits mit einem kleinen Teil der Stationen des kompletten LOFAR-Netzwerks erzielt werden; später wird sich das LOFAR-Netzwerk über einen ausgedehnten Bereich Europas erstrecken.

Weiter in der Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Astrophysik:
Detaillierte Struktur eines weit entfernten Quasars

Siehe auch:
Details in the Structure of a distant Quasar – First high-resolution image from the LOFAR radio telescope array

Rotationally symmetric structure in two extragalactic radio sources

Kiloparsec scale structure in the hotspots of 3C 196

PostHeaderIcon Galaxienhaufen aus der Frühzeit des Universums entdeckt

Dieses Falschfarbenbild hat eine Seitenlänge
von etwa einem Zehntel des Monddurchmessers.
Die Pfeile deuten auf Galaxien,
die sich wahrscheinlich in gleicher Entfernung befinden;
sie häufen sich in der Bildmitte.
Die Konturlinien entsprechen
der Röntgenleuchtkraft des Haufens.
Galaxien mit einer bestätigten Entfernungsmessung
von 9,6 Milliarden Lichtjahren
sind durch Kreise hervorgehoben.
Die Kombination der Röntgendaten
und massereichen Galaxien belegt,
dass es sich um einen gravitativ
aneinander gebundenen Haufen handelt.
(MPE)
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Einen Galaxienhaufen aus der Frühzeit des Universums haben deutsche und japanische Astronomen entdeckt. Die Ansammlung alter und massereicher Galaxien liegt in einer Entfernung von rund 9,6 Milliarden Lichtjahren und kann dabei helfen, mehr über die Materieverteilung im jungen Kosmos zu erfahren.
Galaxienhaufen sind die größten Objekte im Universum. Sie bestehen aus zahlreichen Galaxien, die durch ihre Schwerkraft aneinander gebunden sind und zwischen denen sich stark aufgeheiztes Gas befindet. Alexis Finoguenov vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) und seinen beiden japanischen Kollegen Masayuki Tanaka und Yoshihiro Ueda gelang es, neben den Galaxien auch dieses heiße Gas anhand seiner energiereichen Strahlung aufzuspüren.
Die Forscher entdeckten die fernen Galaxien, als sie einen kleinen Bereich des Nachthimmels mit dem japanischen Subaru-Teleskop auf Hawaii studierten. Trotz eher schlechter Beobachtungsbedingungen fanden die Forscher fast 40 Objekte im Infrarotbereich, von denen sich einige als sehr massereiche Galaxien entpuppten. Deren Licht ist auf seinem Weg zur Erde durch die Ausdehnung des Universums auf gut 260 Prozent seiner ursprünglichen Wellenlänge gedehnt worden – entsprechend einer Entfernung von rund 9,6 Milliarden Jahren. Das Licht wurde also ausgesandt, als das Universum kaum ein Drittel seines heutigen Alters hatte.
Für den Nachweis des Haufengases nutzten die Forscher das Röntgenteleskop XMM-Newton.
Der neu entdeckte Galaxienhaufen enthält eine Fülle massereicher, rötlich erscheinender Galaxien. Das Vorhandensein dieser alten Galaxien deutet darauf hin, dass der Haufen durch die Verschmelzung mehrerer Galaxiengruppen entstanden ist. Junge und aktive Galaxien, deren Licht aufgrund der Strahlung neu entstandener Sterne eher bläulich erscheint, sind in dem Haufen dagegen selten.

Galaxienhaufen verrät sich durch unsichtbares Licht

Invisible light discovers the most distant cluster of galaxies

The spectroscopically confirmed X-ray cluster at z=1.62
with a possible companion in the Subaru/XMM-Newton deep field

The Subaru/XMM-Newton Deep Survey (SXDS)

PostHeaderIcon Erste dreidimensionale Simulation einer Kernkollaps-Supernova

Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Astrophysik in Garching ist es erstmals gelungen, mit komplexen Computerberechnungen nachzuvollziehen, wie bei Sternexplosionen die beobachteten Asymmetrien und die schnellen, eisenreichen Klumpen entstehen. Wie die Forscher im “Astrophysical Journal” berichten, verfolgten sie dazu in ihren dreidimensionalen Computermodellen das Sterben eines Sterns lückenlos vom Beginn der Explosion bis zum Ausbruch der Explosionswelle aus der Sternoberfläche.

Weiter in der Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Astrophysik:
Wie Supernovae in Form kommen

PostHeaderIcon Neues Infrarot-Instrument für das Large Binocular Telescope

Zehn Jahre haben deutsche, amerikanische und italienische Astronomen entwickelt, gebaut und getestet – jetzt ist LUCIFER 1 fertiggestellt. Das erste von zwei innovativen Instrumenten, jedes eine Kamera für Bilder und Spektren, hat seinen Betrieb am Large Binocular Telescope (LBT) auf dem Mount Graham in Arizona aufgenommen. Mit LUCIFER 1 wollen die Forscher tiefe Einblicke in das Universum gewinnen – von unserer Milchstraße bis hin zu den fernsten Galaxien. Das Gerät wurde von einem Konsortium deutscher Institute gebaut. Sein Zwilling soll Anfang 2011 zum Einsatz kommen.

Weiter in der Pressemeldung der Max-Planck-Gesellschaft:
Das Unsichtbare sichtbar machen

PostHeaderIcon Wichtige Erkenntnisse über die Strahlung von Neutronensternen

Mit einer einzigartigen Kombination mehrerer Teleskope haben Astronomen fast die gesamte Klaviatur des Radiospektrums ausgeschöpft und sechs Pulsare gleichzeitig über den Wellenlängenbereich von 3,5 Zentimetern bis zu sieben Metern beobachtet. Das ermöglicht einen beispiellosen Blick darauf, wie Pulsare ihre Energie abstrahlen. Für diesen “Weltrekord” nutzte das internationale Team, darunter auch Forscher aus dem Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie, das neue europäische Niederfrequenz-Radioteleskop LOFAR in Verbindung mit zwei der weltweit größten Radioanlagen, der 100-Meter-Antenne bei Effelsberg und dem 76-Meter-Lovell-Teleskop in Großbritannien.

Weiter in der Pressemeldung der Max-Planck-Gesellschaft:
Die komplette Klaviatur der Pulsare


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