Archiv für die Kategorie „Mars“

PostHeaderIcon Urzeitlicher See auf dem Mars

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Rekonstruktion des Shalbatana-Sees
auf dem Mars anhand
eines Original-Höhenmodells.
(Gaetano Di Achille,
University of Colorado)

Ein Forscherteam um Gaetano Di Achille von der University of Colorado in Boulder hat auf Aufnahmen der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) den ersten eindeutigen Beleg dafür gefunden, dass es auf dem Mars früher einmal Seen gab. Die Wissenschaftler entdeckten auf den Aufnahmen der leistungsfähigen HiRISE-Kamera, die sich an Bord des MRO befindet, einen etwa 50 Kilometer langen Canyon, der sich zu einem Tal erweitert und ganz offensichtlich durch Wasser entstanden ist. Durch sich absetzende Sedimente hatten sich rund um das Tal mehrere Deltas gebildet. Nach Ansicht der Wissenschaftler spricht diese Uferlinie für einen urzeitlichen See mit einer Fläche von über 200 Quadratkilometern und einer Tiefe von bis zu 460 Metern. Der See entstand vor über drei Milliarden Jahren und lag in einem deutlich größeren Tal, dem Shalbatana Vallis.

CU Researchers Find First Definitive Evidence for Ancient Lake on Mars

HiRISE – Possible Intravalley Paleolake in Shalbatana Vallis – I.

HiRISE – Possible Intravalley Paleolake in Shalbatana Vallis – II.

PostHeaderIcon Blitze auf dem Mars

Der erste Nachweis von Blitzen auf dem Mars ist einem Team US-amerikanischer Wissenschaftler um Christopher Ruf vom Planetary Environment Research Laboratory der University of Michigan gelungen. Am 8. Juni 2006 fingen die Forscher mit dem 34 Meter durchmessenden Goldstone Apple Valley Radioteleskop, das unter anderem für den Funkverkehr mit den Voyager-Raumsonden genutzt worden war, eine Reihe von Strahlungsausbrüchen auf, die sich über einen Zeitraum von fünf Stunden ereigneten und aus einem Gebiet nordwestlich des Marsvulkans Elysium Mons kamen. Aufnahmen der Raumsonde Mars Global Surveyor zeigten, dass dort gerade ein Sturm mit bis zu 35 Kilometer hohen Staubwolken tobte. Aus Form und Spektrum der empfangenen Radiopulse schlossen Ruf und Kollegen, dass in der Wolke immer wieder Blitze über Entfernungen von einigen Kilometern zuckten.

First direct evidence of lightning on Mars detected

Electric Activity on Mars Reignites Challenging Discussion

Goldstone Apple Valley Radio Telescope (GAVRT)

PostHeaderIcon ExoMars wird offenbar Gemeinschaftsprojekt von ESA und NASA

Nach jahrelangen Finanzierungsproblemen holt die europäische Raumfahrtbehörde ESA für ihre Robotermission zum Mars jetzt die Schwesterorganisation NASA an Bord.
Die ExoMars-Mission war zunächst in relativ kleinem Maßstab geplant und sollte nicht mehr als 650 Millionen Euro kosten. Im Laufe der Entwicklung verdoppelten sich die Kosten jedoch, weil der Umfang des Programms deutlich vergrößert wurde. Die ESA-Mitgliedsstaaten waren daher nicht mehr bereit, die Kosten alleine zu tragen. Die Finanzierungsprobleme führten schließlich zu einer Verschiebung des Fluges, der ursprünglich schon 2011 stattfinden sollte.
Nun ist man offenbar nahe an einer Einigung mit der NASA: während die ESA das Landemodul und den Marsrover stellt, wird die NASA für den Transport ins Weltall und das Orbitalmodul verantwortlich sein.
Der Start von ExoMars ist für 2016 geplant.

Europe’s Mars mission scaled back

ESA – Aurora Programme – ExoMars

PostHeaderIcon Hinweise auf Eis unter der Oberfläche von Hephaestus Fossae

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Perspektivische Ansicht eines Kraters in Hephaestus Fossae.
Der Durchmesser des Kraters beträgt etwa 20 Kilometer.
Der dem Krater zu Grunde liegende Meteoriteneinschlag
traf genau in die Mitte eines verzweigten Kanalsystems.
Die ungewöhnliche Form der Auswurfdecken
des Einschlagkraters deutet darauf hin,
dass in den Hohlräumen unter der Oberfläche einst Wasser,
wahrscheinlich als Eis, gespeichert gewesen sein musste.
(ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum))

Westlich des Marsvulkans Elysium Mons erstreckt sich die Utopia-Ebene. Neue Bilder der europäischen Raumsonde Mars Express zeigen einen Ausschnitt aus der Region Hephaestus Fossae, einem Gebiet von etwa 600 Kilometern Durchmesser im Südosten von Utopia. Hier finden sich zahlreiche Kanalsysteme, die mit großer Wahrscheinlichkeit durch Eis entstanden, das in Hohlräumen unter der Oberfläche gespeichert war.
Die Aufnahmen wurden am 28. Dezember 2007 mit der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebenen hochauflösenden Stereokamera HRSC an Bord von Mars Express gemacht. Die Bildauflösung beträgt etwa 16 Meter pro Pixel.

Craters and channels in Hephaestus Fossae

PostHeaderIcon Mars-Forschung zum Mitmachen

Wissenschaftler der Universität von Arizona haben zwei neue Features für Google Earth entwickelt. Im Programmteil “Mars” können Nutzer der Anwendung jetzt Vorschläge unterbreiten, welche Orte des Roten Planeten von der Kamera der Raumsonde “Mars Odyssey” aufgenommen werden sollen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich mit dem Feature “Live From Mars” die neuesten Infrarot-Bilder der Sonde anzuschauen.
Wer Vorschläge für Mars-Fotos einreichen will, muss sich dazu auf der “Mars Suggest”-Webseite der Universität anmelden und einen Account anlegen.

Find your own place on the Red Planet – Mars Suggest

Mars Odyssey

Mars Odyssey Mission – THEMIS

PostHeaderIcon 3D-Flug über die möglichen Landeplätze für das Mars Science Laboratory

In diesem beeindruckenden Video präsentiert Richard Zurek vom Jet Propulsion Laboratory mögliche Landeplätze für das Mars Science Laboratory:

YouTube – Looking at Landing Sites for the Mars Science Laboratory

PostHeaderIcon Sicheldünen auf dem Mars

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Sicheldünen auf dem Mars.
(NASA/JPL/University of Arizona/astroarts.org)
Zum Vergrößern auf das Bild klicken.
(2048 x 2548 Pixel; 975 KB)

Anhaltende Winde können große Sanddünen scheinbar fließen und sogar wie eine Flüssigkeit tropfen lassen. Auf dem obigen Bild sind rechts zwei flache Tafelberggipfel zu sehen. Ein heller, mit einer Kuppe bedeckter Hügel ist links im Bild zu erkennen. Während die Winde von rechts nach links wehen, hinterlässt der fließende Sand auf und um die Hügel pittoreske Streifen. Die dunklen, bogenförmigen Tröpfchen aus feinem Sand werden als Sicheldünen (Barchane) bezeichnet und sind die planetaren Geschwister ähnlich aussehender irdischer Sandformen.
Die am 16. März 2008 von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter gemachte Aufnahme zeigt einen Bereich der Hellespontus Region auf der südlichen Hemisphäre des Mars.

HiRISE – Eroding Mesas Forming Seif and Barchan Dunes

Linear-Lee Dunes on Mars and Earth

Barchan Dunes

Foto: Sicheldünen im Paracas-Nationalpark, Peru

Siehe auch:
HiRISE – Defrosting Polar Sand Dunes

“Sharks Teeth” – Sand Dunes in Proctor Crater

HiRISE – Barchan Dunes in Chasma Boreale

PostHeaderIcon Das "Chaotische Gebiet" von Ariadnes Colles

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Ariadnes Colles
ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

Auf dem Mars gibt es zahlreiche sog. “Chaotische Gebiete”, die sich durch eine regellose Häufung von Gesteinsblöcken unterschiedlichster Größe und tafelbergähnlichen Erhebungen auszeichnen. Ariadnes Colles ist eines von vier solchen “Chaotischen Gebieten” in Terra Sirenum im südlichen Hochland des Mars. Mit einer Fläche von ca. 29.000 Quadratkilometern ist Ariadnes Colles fast so groß wie das Bundesland Baden-Württemberg.
Die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebene hochauflösende Stereokamera (HRSC) an Bord der europäischen Raumsonde Mars Express nahm am 16. April 2007 die nordwestlichen Ausläufer des Gebietes mit einer Bildauflösung von etwa 13 Metern pro Bildpunkt auf.

Chaotic terrain in Ariadnes Colles

PostHeaderIcon Opportunity: mit dem Endeavour-Krater ein neues Forschungsziel im Blick

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Der Nordrand des Endeavour-Kraters, aufgenommen von Opportunity am 7. März 2009.
Dieser Teil des Kraterrandes ist etwa 20 Kilometer vom Rover entfernt.
(NASA/JPL-Caltech/Cornell)

Am 22. September 2008 gab die NASA bekannt, dass der Marsrover Opportunity zum 22 Kilometer durchmessenden Endeavour-Krater aufbrechen wird. Am 7. und 8. März 2009 gelang es dem Rover, aus einer Entfernung von rund 12 Kilometern Teile vom Kraterrand von Endeavour zu fotografieren.
Seit dem Verlassen des Victoria-Kraters und dem Beginn der Fahrt zum südöstlich gelegenen Endeavour-Krater hat Opportunity mittlerweile über 3 Kilometer zurückgelegt. Allerdings kann der Rover die Fahrt zum Endeavour-Krater nicht auf direktem Weg bewältigen, da diese Strecke zum Teil durch Sanddünen blockiert ist. Opportunity würde Gefahr laufen, dort stecken zu bleiben. Aus diesem Grund bewegt sich der Rover momentan in südwestliche Richtung. Nach weiteren drei Kilometern wird er dann einen Schwenk nach Osten durchführen, um den Endeavour-Krater direkt anzusteuern. Der Umweg gibt die Gelegenheit, eine an der Strecke liegende Kette kleiner Krater zu untersuchen. Diese Impaktkrater namens “Resolution”, “Adventure” und “Discovery” sind vermutlich die Sekundärkrater eines größeren Impaktereignisses.

Opportunity at ‘Cook Islands’

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Foto der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter, aufgenommen am 29. Januar 2009.
Opportunity (markiert durch den Kreis links unten im Bild) hat sich gerade auf den Weg in Richtung Endeavour-Krater aufgemacht.
Rechts oberhalb des Rovers sind dessen Radspuren erkennbar.
(NASA/JPL/University of Arizona)
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

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Bildmosaik der Context-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter.
Zu sehen ist ein Teil von Meridiani Planum mit den Kratern Victoria und Endeavour.
(NASA/JPL-Caltech/MSSS/astroarts.org)
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

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Diese perspektivische Ansicht zeigt einen Ausschnitt von Meridiani Planum mit den Kratern Victoria und Endeavour.
Die Ansicht wurde aus einem digitalen Höhenmodell sowie den Farbkanälen der HRSC-Kamera an Bord der Raumsonde Mars Express generiert.
Das Bild ist 5-fach vertikal überhöht.
(astroarts.org, unter Verwendung von HRSCview.
Freie Universität Berlin und DLR Berlin,
http://hrscview.fu-berlin.de/)
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

PostHeaderIcon Spirits nächster Halt: von Braun und Goddard

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Die Spitzkuppe "von Braun", aufgenommen am 6. April 2009 von Spirits Navigation Camera.
(NASA/JPL/Cornell University/astroarts.org)
Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Nachdem der Marsrover Spirit mehrere Monate an der Nordseite von “Home Plate” zubrachte, um dort zu überwintern, hat er sich nun endlich wieder auf den Weg gemacht, neues Terrain zu erkunden. Seine nächsten Ziele sind “von Braun”, ein kleiner, steiler Hügel mit einer interessanten “Kappe” auf der Spitze, und “Goddard”, eine flache, ovale Grube. Es wird angenommen, dass es sich bei beiden Formationen um die Reste einer ehemals aktiven vulkanischen Struktur handelt. Spirit hatte bereits bei früheren Untersuchungen umfangreiche Ablagerungen von nahezu reinem Siliziumdioxid in der Nähe von Home Plate gefunden, die inzwischen als Beleg dafür angesehen werden, dass es hier in der geologischen Vergangenheit des Mars hydrothermale Quellen und Fumarolen gab.

Mars Rover Spirit Unearths Surprise Evidence of Wetter Past

Mars rover finds Yellowstone-like hot spring deposits

Detection of Silica-Rich Deposits on Mars

The Hydrothermal System at Home Plate in Gusev Crater, Mars:
Formation of High Silica Material by Acid-Sulfate Alteration of Basalt (PDF)

Pyroclastic Activity at Home Plate in Gusev Crater, Mars

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"Home Plate", aufgenommen am 29. September 2006 von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter.
(NASA/JPL-Caltech/Univ. of Arizona/astroarts.org)
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