Archiv für die Kategorie „Mond“

PostHeaderIcon Neues Foto des Apollo 15-Landeplatzes

Der Landeplatz von Apollo 15,
aufgenommen vom LRO.
Ausschnittvergrößerung aus den Original-Bilddaten.
(NASA/GSFC/Arizona State University/astroarts.org)
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Vorgestern wurde ein neues Foto des Apollo 15-Landeplatzes veröffentlicht, das der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) bereits am 30. Oktober 2009 aufgenommen hatte. Die Abstiegsstufe der Mondlandefähre, die Spuren der Astronauten, die von den Astronauten aufgestellten wissenschaftlichen Instrumente sowie das Mondauto (Lunar Roving Vehicle) sind auf der Aufnahme deutlich zu erkennen.
Im Original-Beitrag dazu auf der Seite der Lunar Reconnaissance Orbiter Camera (LROC) gibt es außerdem Interessantes über den von den Astronauten aufgestellten Laser-Retroreflektor nachzulesen.

The Apollo 15 Lunar Laser Ranging Retroreflector – A Fundamental Point on the Moon!

Der Flickr-User Nathanial Burton-Bradford hat aus den Bilddaten des Lunar Reconnaissance Orbiter 3D-Anaglyphen der Apollo-Landeplätze erstellt. Wer also eine Rot-Grün-Brille besitzt, kommt in den Genuss eines zusätzlichen Wow-Effektes! Der Landeplatz von Apollo 15 ist übrigens auch dabei.

Nathanial Burton-Bradford – Album “3D/Astro/Space”

Über die ersten vom Lunar Reconnaissance Orbiter fotografierten Landestellen sowjetischer Mondsonden hatte ich hier im Blog ja bereits geschrieben. Inzwischen hat das für die Lunar Reconnaissance Orbiter Camera (LROC) zuständige Team eine Liste aller sowjetischen und amerikanischen Mondsonden veröffentlicht, deren Landestellen sie auf den Aufnahmen der LROC eindeutig identifizieren konnte. Die Aufschlagstellen der Oberstufen der Saturn-Raketen sind ebenfalls in der Liste verzeichnet.

LROC Coordinates of Robotic Spacecraft

PostHeaderIcon LRO fotografiert Landestellen sowjetischer Mondsonden

Luna 23 und Luna 24 im Mare Crisium.
(NASA/GSFC/Arizona State University/astroarts.org)
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Das sowjetische Luna-Programm zwischen 1959 und 1976 diente der Erkundung des Erdmondes und umfasste insgesamt 24 erfolgreich gestartete Sonden – und fast ebenso viele Fehlstarts. Die Luna-Sonden gehörten zu den ersten Raumsonden, die Aufnahmen von der Mondrückseite lieferten, Bodenproben vom Mond zur Erde zurückbrachten und Rover auf der Mondoberfläche absetzten.
Die Mondsonde Luna 20 (Start am 14. Februar 1972) konnte nur 55 g Bodenproben gewinnen, da der Bohrer nur etwa 30 cm tief in das Mondgestein eingedrungen war. Zur Gewinnung von mehr Gestein entwickelte man einen verbesserten Bohrer, der bis zu zweieinhalb Meter tief bohren konnte.
Luna 23, gestartet am 28. Oktober 1974, landete zwar wie vorgesehen im Mare Crisium, doch wurde die Sonde – und somit auch der Bohrer – bei der Landung so stark beschädigt, dass keine Bodenproben gewonnen werden konnten. Der Funkkontakt zu Luna 23 ging, nur 3 Tage nach der Landung, am 9. November 1974 verloren.
Die Rückkehrkapsel der letzten Luna-Sonde, Luna 24 (gestartet am 9. August 1976), brachte schließlich 170 g Mondgestein zur Erde. Luna 24 war nur wenige 100 Meter von Luna 23 entfernt ebenfalls im Mare Crisium gelandet.
Durch Weglassen der Rückstartstufe konnte die Unterstufe einer Luna-Sonde auch eine größere Nutzlast auf dem Mond landen. Dies wurde zweimal zur Beförderung eines Mondrovers genutzt. So brachte die am 8. Januar 1973 gestartete Mondsonde Luna 21 den Rover Lunochod 2 zum Mond. Obgleich diese Mission nur knapp vier Monate dauerte, legte der Rover eine Strecke von etwa 37 km auf der Mondoberfläche zurück. Am 9. Mai 1973 fuhr Lunochod 2 versehentlich in einen etwa 5 Meter durchmessenden Krater. Zwar gelang es der Missionskontrolle, den Rover wieder aus dem Krater zu manövrieren, jedoch waren die Solarzellen und der Kühler inzwischen derart dick mit Staub bedeckt, dass man nicht mehr ausreichend Strom zum Betrieb hatte und der Rover sich zudem mit Anbruch des nächsten Mondtages überhitzte. Lunochod 2 musste aufgegeben werden.
Nach über 30 Jahren hat der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) nun zum ersten Mal die Landestellen der eben beschriebenen sowjetischen Mondsonden aus knapp 50 Kilometern Höhe fotografiert.

LROC Image Browser – M119482862R – Luna 20 Landing Site

LROC Image Browser – M111185087 – Luna 23 and Luna 24 Landing Sites

Soviet Union Lunar Sample Return Missions

Soviet landers Luna 20, 23, and 24, plus the tracks of Lunokhod 2

Western researcher solves 37-year-old space mystery

Luna 20 im Apollonius-Hochland nahe des Mare Fecunditatis.
(NASA/GSFC/Arizona State University)
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Fahrspuren und Endposition des Mondrovers Lunochod 2.
(NASA/GSFC/Arizona State University/Phil Stooke)
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PostHeaderIcon Meterdicke Eisschichten in lunaren Kratern

Schon seit langem vermuten Planetenforscher große Wassereisvorkommen in den Polarregionen des Mondes. Nachdem im letzten Jahr bereits Wassermoleküle unter und über der Oberfläche des Erdtrabanten nachgewiesen worden waren, hat jetzt das von der NASA gebaute Radarinstrument Mini-SAR an Bord der indischen Mondsonde Chandrayaan-1 in einigen Kratern am Mondnordpol meterdicke Eisschichten gefunden.
Mini-SAR ist ein Radargerät, das die Polarisierung der von der Oberfläche reflektierten Wellen nutzt, um daraus Informationen über die Oberflächenbeschaffenheit zu gewinnen. Das Instrument sendet Radarpulse aus, die linksdrehend polarisiert sind. Typische Planetenoberflächen kehren diese Polarisation bei Reflektion um, so dass die Radarechos dann rechtsdrehend sind. Wie stark diese Polarisationsumkehr ist, das gibt die sog. zirkuläre Polarisationsrate (CPR) an.
Ein Großteil der Mondoberfläche weist normale CPR-Werte auf, doch es gibt Ausnahmen: eine sehr junge, raue Oberfläche mit frischen Kratern ergibt sehr hohe CPR-Werte. Dies gilt auch für Wassereis. Denn Eis ist transparent und streut die Radarpulse sehr stark.
Mit Hilfe der Mini-SAR-Messungen hat man in der Nordpolregion des Mondes nun einige frische Krater entdeckt – erkennbar an einheitlich hohen CPR-Werten innerhalb und außerhalb der Kraterränder, ausgelöst durch weiträumig ausgeworfene Gesteinsbrocken. Doch es gab auch rund 40 Krater, die von diesem Muster abwichen: sie ergaben zwar in ihrem Inneren hohe CPR-Werte, nicht aber am Kraterrand. Dies deutet darauf hin, dass sich im Inneren dieser Krater ein stark polarisierendes Material wie bspw. Wassereis befindet. Nach den Werten zu urteilen, muss das Eis relativ rein und mehrere Meter dick sein, um diese charakteristische Signatur hervorrufen zu können.
Zahlreiche Krater der lunaren Polarregionen liegen mit ihrem Innenbereich permanent im Schatten und sind daher sehr kalt. Wassereis, das sich dort irgendwann einmal abgesetzt hat, kann sich daher nahezu unbegrenzt lange halten. Die Krater mit dem spezifischen Signal messen zwei bis 15 Kilometer im Durchmesser. Ausgehend von mehreren Metern Eisdicke bedeutet dies, dass insgesamt mindestens 600 Millionen Tonnen Wassereis in den Kratern liegt.

NASA Radar Finds Ice Deposits at Moon’s North Pole

NASA Radar Finds Ice Deposits at Moon’s North Pole; Additional Evidence of Water Activity on Moon

PostHeaderIcon Happy Birthday, Mr. Aldrin!

Buzz Aldrin
(Public Address)

Am 20. Januar 1930 wurde Buzz Aldrin in Montclair/New Jersey geboren. Er war der Pilot der Landefähre von Apollo 11 und betrat kurz nach Neil Armstrong als zweiter Mensch den Mond.
Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag!

Buzz Aldrin’s Homepage

PostHeaderIcon LRO's neuester Blick auf die Apollo 11-Landestelle

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Die Apollo 11-Landestelle,
aufgenommen vom LRO
mit einer Auflösung von 53 Zentimeter pro Pixel.
(NASA/GSFC/Arizona State University)
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Hier ist das erste Bild des Landeplatzes von Apollo 11, das der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) kurz nach dem Einschwenken in seinen regulären Orbit in knapp 50 km Höhe über der Mondoberfläche aufnahm. Zur Zeit der Aufnahme stand die Sonne fast senkrecht, so dass hier so gut wie keine Schatten sichtbar sind.
Das Tolle an diesem Bild ist, dass wir hier tatsächlich die Landebeine der Abstiegsstufe sehen können. Von dem Landebein, das sich unter der Ausstiegsluke der Mondlandefähre befand, machte Neil Armstrong seinen großen Sprung für die Menschheit!
Die Aufnahme gestattet uns außerdem einen recht guten Einblick in den West Crater mit jenem felsigen Gebiet, das Neil Armstrong sah, als sich die Landefähre der Mondoberfläche näherte. Der Autopilot hätte die Mondlandefähre ziemlich genau in der Mitte dieses felsigen Geländes zur Landung gebracht. Als Armstrong dies erkannte, schaltete er kurz entschlossen auf die manuelle Steuerung um, überflog den Krater und landete schließlich auf einer ebenen Stelle weiter westlich.

High Noon at Tranquility Base

PostHeaderIcon Hochaufgelöstes Bild der Apollo 17-Landestelle

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Die Apollo 17-Landestelle in der Taurus-Littrow-Region.
(NASA/GSFC/Arizona State University)
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Das für die Lunar Reconnaissance Orbiter Camera (LROC) zuständige Forscherteam hat heute ein neues Bild der Apollo 17-Landestelle veröffentlicht. Die Aufnahme entstand am 01. Oktober 2009 und damit nur knapp drei Wochen nachdem der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) in seine reguläre Umlaufbahn in etwa 50 km Höhe über der Mondoberfläche eingeschwenkt war. Mit einer mehr als doppelt so hohen Auflösung ist das Gelände am Südmassiv des Taurus-Littrow-Gebirges nun so detailliert erfasst, dass man sogar die amerikanische Flagge erkennen kann!

Exploring the Apollo 17 Site

challenger_4x

Die Abstiegsstufe von Apollo 17
und die amerikanische Flagge.
(NASA/GSFC/Arizona State University)
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PostHeaderIcon LCROSS schlägt wie geplant auf dem Mond ein

Exakt nach Plan schlug heute um 13:31 Uhr MESZ die 2,3 Tonnen schwere Centaur-Oberstufe (ein Teil der Trägerrakete der Mondsonde LRO) auf dem Mond ein, vier Minuten später folgte ihr dann die kleine Raumsonde LCROSS (Lunar CRater Observation and Sensing Satellite). Das Zielgebiet war der Krater Cabeus in der Nähe des Mondsüdpols.
Vom Einschlag der Centaur-Oberstufe war jedoch weder auf den Rohbildern von LCROSS noch auf den Aufnahmen erdgebundener Teleskope etwas zu sehen. Demnach wurde entgegen der Erwartungen offensichtlich keine große Staubfontäne aufgewirbelt. Auf einer Pressekonferenz wenige Stunden nach den Einschlägen zeigten sich die NASA-Forscher dennoch erfreut über die große Menge an Daten von LCROSS. Nach Angaben des Projekt-Wissenschaftlers Anthony Colaprete dürfte die Auswertung dieser Daten mehrere Wochen dauern.
Die Forscher erhoffen sich von dieser Analyse den endgültigen Beleg dafür, dass es am Boden des Kraters Wassereis gibt. Sie gehen davon aus, dass sich tief unten in Mondkratern, die nicht direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt sind, Wassereis gesammelt haben könnte.

NASA Spacecraft Impacts Lunar Crater in Search for Water Ice

YouTube – LCROSS Lunar Impact

PostHeaderIcon Wasser auf dem Mond

Mondhöhenkarte

Eine auf den Messungen des LOLA-Instruments
an Bord des Lunar Reconnaissance Orbiters
beruhende Karte der Oberflächenstruktur im Bereich des Mondsüdpols.
Verschiedene Krater sind hier eingezeichnet
- einschließlich Cabeus A, der das Einschlagsziel von LCROSS ist.
(Abbildung: NASA/GSFC)

Als die Apollo-Astronauten vor 40 Jahren vom Mond zurückkehrten, brachten sie mehrere Proben Mondgestein mit. Da man annahm, dass in den im Gestein vorkommenden Mineralien Wasser gebunden ist, wurden die Gesteinsproben auf Anzeichen für Wasser analysiert. Obwohl die Forscher Spuren von Wasser nachweisen konnten, nahm man an, dass es sich dabei um Verunreinigungen von der Erde handelte, weil die Behälter, mit denen das Gestein zur Erde kam, undicht waren. Und obwohl einige Wissenschaftler damit fortfuhren, zu vermuten, dass an den kältesten Orten in den Südpolkratern des Mondes Wasserlagerstätten existieren könnten, war der allgemeine Konsens, dass der Mond knochentrocken sei.
Neue Daten von gleich drei verschiedenen Raumsonden haben dieser Auffassung nun ein Ende gesetzt.
Die neuen Entdeckungen, über die in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins “Science” im Detail berichtet wird, kommen nur wenige Wochen vor dem geplanten Einschlag der Mondsonde LCROSS.
Sowohl mit der indischen Mondsonde Chandrayaan-1 als auch mit den NASA-Raumsonden Cassini und Deep Impact wurden Anzeichen von Wasser und Hydroxyl in den Spektren des von der Oberfläche des Mondes zurückgeworfenen Lichts gefunden.
Chandrayaan-1, Indiens allererste Mondsonde überhaupt, hatte die Aufgabe, die Mondoberfläche zu kartographieren und ihre chemische Zusammensetzung zu bestimmen (die Mission des Orbiters endete vorzeitig aufgrund einer Fehlfunktion). Der an Bord von Chandrayaan-1 befindliche, von der NASA gebaute Moon Mineralogy Mapper (M3) registrierte Wellenlängen, die eine chemische Bindung zwischen Wasserstoff und Sauerstoff anzeigten – ein klares Zeichen für das Vorhandensein von Wasser und Hydroxyl. Da M3 nur die obersten fünf Millimeter des lunaren Regoliths durchdringen kann, scheint sich das beobachtete Wasser auf oder sehr knapp unter der Mondoberfläche zu befinden. Die Beobachtungen von M3 zeigten auch, dass das betreffende Signal zu den Polen hin stärker wird. Hier sind also offenbar größere Wasservorkommen verborgen.
Die Raumsonde Cassini, die den Mond im Jahr 1999 auf ihrem Weg zum Planeten Saturn passiert hatte, konnte dieses Signal von Wasser/Hydroxyl ebenfalls messen. Die Daten von Cassini zeigen eine globale Verteilung des Signals, wobei es an den Polen stärker und in den Mondmeeren etwas schwächer ist.
Und schließlich gibt es noch die Daten der Raumsonde Deep Impact, die während mehrerer naher Vorbeiflüge am Erde-Mond-System (als Teil der sog. EPOXI-Mission) Infrarotmessungen durchführte. Auch hier wurde das Signal von Wasser/Hydroxyl gemessen, wobei erneut die Pole die stärksten Signale zeigten. Bei ihren mehrfachen Vorbeiflügen war Deep Impact sogar in der Lage, dieselben Regionen zu unterschiedlichen Mondtageszeiten zu beobachten. Mittags, wenn die Sonnenstrahlen am stärksten waren, war das Signal von Wasser/Hydroxyl am schwächsten, während es am Morgen stärker war. Diese Beobachtung zeigt, dass die Mondoberfläche zumindest für einen Teil des Mondtages recht stark hydriert ist.
In Kombination deuten die Entdeckungen der drei Raumsonden nicht nur auf die Anwesenheit von Wasser und Hydroxyl hin, sondern sie zeigen auch, dass der Prozess, der zur Hydrierung des Mondes führt, von den täglichen Änderungen der Sonneneinstrahlung angetrieben wird.
Möglicherweise gibt es zwei Arten von Wasser auf dem Mond: solches, das z.B. aus wasserhaltigen Kometen stammt, die auf der Mondoberfläche eingeschlagen sind, und solches, das vom Mond selbst stammt. Diese zweite, endogene Quelle könnte möglicherweise durch Wechselwirkungen zwischen dem Sonnenwind und dem Mondgestein entstanden sein. Das Gestein und der Regolith, aus denen die Mondoberfläche aufgebaut ist, bestehen zu 45 % aus Sauerstoff, der zusammen mit anderen Elementen überwiegend in Silikatmineralien gebunden ist. Der Sonnenwind besteht hauptsächlich aus Protonen, also positiv geladenen Wasserstoffatomen. Wenn diese positiv geladenen Wasserstoffatome, die mit etwa einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit reisen, auf die Mondoberfläche auftreffen, brechen sie die Bindungen des Sauerstoffs mit den anderen Mineralienelementen auf. Und dort, wo freier Sauerstoff und Wasserstoff existieren, gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich Spuren von Wasser und Hydroxyl bilden werden.

Veröffentlichungen:
Pieters, C. M. et al.: Character and Spatial Distribution of OH/H2O on the Surface of the Moon Seen by M3 on Chandrayaan-1. In: Science 10.1126/science.1178658, 2009.

Clark, R. N.: Detection of Adsorbed Water and Hydroxyl on the Moon. In: Science 10.1126/science.1178105, 2009.

Sunshine, J. M. et al.: Temporal and Spatial Variability of Lunar Hydration as Observed by the Deep Impact Spacecraft. In: Science 10.1126/science.1179788, 2009.

NASA Instruments Reveal Water Molecules on Lunar Surface

Some first results from Lunar Reconnaissance Orbiter (or, I love LOLA)

Moon Mineralogy Mapper (M3)

PostHeaderIcon LCROSS soll in den Mondkrater Cabeus A einschlagen

Der kaum 20 Kilometer durchmessende Krater Cabeus A liegt in der Nähe des Mondsüdpols. Seit langem wird vermutet, dass es in den tiefen Kratern dort, von denen Teile fast permanent im Schatten liegen, Vorkommen von Wassereis geben könnte. Bisherige Beobachtungen haben allerdings keine eindeutigen Resultate geliefert.
Für Gewissheit sorgen könnte nun der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS). Im Juni 2009 gemeinsam mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) gestartet, ist die Sonde noch immer mit der obersten Stufe der Trägerrakete verbunden, die sie auf den Weg zum Mond gebracht hat. Wenn nach der Trennung der beiden die Raketenstufe in Cabeus A eingeschlagen ist, soll die Sonde durch die Trümmerwolke fliegen und ihre Messdaten zur Erde funken. Dazu bleibt ihr nicht viel Zeit, denn nur vier Minuten später wird sie ebenfalls auf der Mondoberfläche einschlagen.
LCROSS ist nicht der erste Versuch, durch einen gezielten Einschlag Wasser auf dem Mond nachzuweisen. Bereits der Aufprall der Sonde Lunar Prospector im Jahr 1999 diente dem gleichen Zweck. Das Experiment lieferte jedoch keine Hinweise auf Wassereis.
Der Einschlag von LCROSS ist für den Abend des 9. Oktober 2009 geplant.

NASA’S LCROSS Reveals Target Crater for Lunar South Pole Impacts

Ice on the Moon

PostHeaderIcon LRO fotografiert Landestelle von Apollo 12!

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Apollo-12-Landestelle und Surveyor 3.
(NASA/GSFC/Arizona State University)
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Bereits im Juli hatte das für den Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) zuständige Forscherteam Bilder von mehreren Apollo-Landeplätzen veröffentlicht. Aufgrund verfahrenstechnischer Einschränkungen war es bislang jedoch nicht möglich, die Landestelle von Apollo 12 aufzunehmen. Doch nun konnte LRO einen guten Einblick in den “Ozean der Stürme” gewinnen und den am westlichsten gelegenen Landeplatz der Apollo-Missionen fotografieren. Das Warten hat sich gelohnt: die Abstiegsstufe der Mondlandefähre, das Apollo Lunar Surface Experiment Package (ALSEP), die Spuren der Astronauten sowie die Raumsonde Surveyor 3 sind deutlich zu erkennen. Die Astronauten Charles Conrad und Alan Bean hatten Teile der im April 1967 gelandeten Sonde demontiert und zurück auf die Erde gebracht.

First Look: Apollo 12 and Surveyor 3


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