Archiv für die Kategorie „Saturn“
"Kieselsteine" auf Saturnmond Titan

Links: Kieselsteine auf Titan, aufgenommen von der Sonde Huygens.
Rechts: Kieselsteine in einem irdischen Flussbett.
(NASA/JPL/ESA/University of Arizona and S. M. Matheson)
Ungewöhnlich helle Radarreflexe aus mutmaßlichen Flussbetten auf dem Saturnmond Titan deuten auf Massen eisiger Kieselsteine hin. In diesen Gebieten sind vermutlich Prozesse abgelaufen, die jenen ähneln, die glatt polierte Steine in den Flüssen der Erde produzieren. Entsprechend den Bedingungen auf Titan dürften die dortigen Kiesel allerdings aus Wassereis bestehen und sich in einem Strom flüssiger Kohlenwasserstoffe aneinander gerieben haben.
Rundliche, etwa faustgroße Steine waren bereits auf den Bildern der europäischen Sonde Huygens zu sehen, die im Januar 2005 auf Titan gelandet war. Die neuen Hinweise stammen dagegen aus einem Gebiet weitab der Landestelle, von den südlichen Hängen einer als “Xanadu” bezeichneten Region. Die Raumsonde Cassini hatte diese Region bei einem ihrer nahen Vorbeiflüge an Titan per Radar abgetastet und aus den gewundenen Kanälen sehr starke Radarechos aufgefangen.
Auf Basis ihrer Analyse der Radardaten vermuten Alice Le Gall vom Jet Propulsion Laboratory und ihre Kollegen, dass der Boden der Kanäle mit einige Zentimeter bis Meter großen, rundlichen Steinen übersät ist, die die Radarstrahlung besonders gut zurück reflektieren. Bei diesen Kieseln könnte es sich um Bruchstücke von Wassereis-Felsen handeln, die aus den höheren Lagen Xanadus stammen und durch Methanfluten in das tiefer gelegene Gebiet verfrachtet wurden.
Eisklippen auf Saturnmond Dione

Eisklippen auf Saturnmond Dione.
(NASA/JPL/Space Science Institute/astroarts.org)
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Dieses beeindruckende Bild von Eisklippen auf der Oberfläche des Saturnmondes Dione wurde am 7. April 2010 von der Telekamera an Bord der Raumsonde Cassini aufgenommen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war Cassini etwa 2.500 Kilometer von Dione entfernt. Die Bildauflösung beträgt 15 Meter pro Pixel.
Cassini: naher Vorbeiflug am Saturnmond Dione

Eismond Dione,
aufgenommen am 11. Oktober 2005
von der Raumsonde Cassini.
Im Hintergrund sind der Saturn
und die hauchdünne Ringebene zu sehen.
(NASA/JPL/Space Science Institute)
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Am 7. April 2010 wird die Raumsonde Cassini am Saturnmond Dione vorbeifliegen. Die Sonde wird sich dabei der Oberfläche des 1.123 Kilometer durchmessenden Eismondes bis auf eine Distanz von 503 Kilometer annähern. Dies ist die größte Annäherung von Cassini an Dione seit dem 11. Oktober 2005.
Vier Stunden vor der größten Annäherung wird die an Bord der Raumsonde befindliche Kamera bereits mit ihrer Arbeit beginnen, dabei soll gezielt nach Anzeichen für Kryovulkanismus auf Dione gesucht werden. Zum Zeitpunkt der größten Annäherung an Dione wird dann das Plasma-Spektrometer seine Arbeit aufnehmen, um die Interaktion zwischen Dione und der Magnetosphäre des Saturn genauer zu untersuchen. Anschließend werden 20 hochaufgelöste Bilder von der Oberfläche des viertgrößten Saturnmondes aufgenommen. In dem von der Kamera erfassten Gebiet befinden sich drei der größten Impaktkrater auf Dione: Aeneas, Dido und Turnus.
Schneefall auf Enceladus
Auf dem Saturnmond Enceladus schleudern Geysire in der Südpolregion Eisteilchen ins All. Dabei entkommen die schnellen Partikel der Anziehungskraft des Mondes und landen in Saturn’s E-Ring. Die langsameren Eisteilchen dagegen sorgen für leichten Schneefall in der Umgebung der Geysire.
Weiter in der Pressemeldung der Max-Planck-Gesellschaft:
Schneekanonen auf Enceladus
Hallo, Helene!

Saturnmond Helene,
aufgenommen von der Raumsonde Cassini.
(NASA/JPL/Space Science Institute/astroarts.org)
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Am gestrigen 3. März flog die Raumsonde Cassini am unregelmäßig geformten Saturnmond Helene vorbei. Der etwa 32 km durchmessende Mond umkreist den Saturn auf der gleichen Bahn wie der viel größere Mond Dione.
Die geringe Dichte von Helene weist darauf hin, dass sie überwiegend aus Wassereis sowie geringen Anteilen Silikatgestein zusammengesetzt ist.
Rhea: Krater über Krater

Nahaufnahme der Oberfläche von Rhea.
(NASA/JPL/Space Science Institute/astroarts.org)
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Die mit Kratern überzogene Oberfläche von Saturns zweitgrößtem Mond Rhea wurde von der Raumsonde Cassini am 2. März 2010 während eines nahen Vorbeiflugs ins Visier genommen. Die Raumsonde überflog den 1.528 km durchmessenden Saturnmond in einer Höhe von nur 100 km.
Polarlichter auf dem Saturn
Das Weltraumteleskop Hubble hat eine seltene Gelegenheit genutzt, um Polarlichter auf dem Saturn zu fotografieren.
Von der Erde aus konnte man im vergangenen Jahr fast genau auf die Kante der markanten Saturnringe blicken. Zugleich herrschte auf dem majestätischen Ringplaneten Tagundnachtgleiche; beide Pole wurden daher gleichmäßig von der Sonne beschienen. Eine solche Konstellation tritt nur etwa alle 15 Jahre auf.
Die Hubble-Aufnahmen bieten die seltene Gelegenheit, die nahezu symmetrischen Nord- und Südpolarlichter genauer zu untersuchen. Die feinen Differenzen zeigen Unterschiede im Magnetfeld auf, das im Norden des Ringplaneten leicht ungleichmäßig und etwas stärker zu sein scheint als im Süden.
Aus den jetzt veröffentlichten Aufnahmen des Weltraumteleskops entstand sogar ein Film, der die flackernden Polarlichter auf dem Ringplaneten zeigt.
Saturn’s aurorae offer stunning double show
YouTube – Hubble Views Saturn’s Northern/Southern Lights [HD]
NASA verlängert Cassini-Mission bis 2017
Die NASA hat die Mission der Raumsonde Cassini zur Erforschung des Ringplaneten Saturn und seiner Monde bis zum Jahr 2017 verlängert.
Diese zweite Missionsverlängerung erhält die Bezeichnung “Cassini Solstice Mission”. Sie soll den Wissenschaftlern vor allem ermöglichen, jahreszeitliche Veränderungen auf dem Saturn sowie auf seinen Monden genauer zu studieren. Als Cassini am 1. Juli 2004 in den Orbit um Saturn einschwenkte, war auf der nördlichen Hemisphäre des Planeten gerade Wintersonnenwende; im Mai 2017 findet dort die Sommersonnenwende statt.
Die Cassini Solstice Mission beinhaltet 155 weitere Umläufe um den Saturn, dabei wird die Raumsonde insgesamt 54 Mal am größten Saturnmond Titan und 11 Mal am Eismond Enceladus vorbeifliegen.
NASA Extends Cassini’s Tour of Saturn, Continuing International Cooperation for World Class Science
Prometheus, Dione und die Ringe des Saturn

Bildcollage aus Aufnahmen der Raumsonde Cassini
vom 23. und 27. Januar 2010.
(NASA/JPL/Space Science Institute/astroarts.org)
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Wieder einmal hat die Raumsonde Cassini faszinierende Bilder des Ringplaneten Saturn und seiner Monde gemacht. In der hier vorgestellten Bildcollage sehen wir (von oben links nach unten rechts)
- ein Echtfarbbild eines Segments der Saturnringe, aufgenommen am 23. Januar 2010
- den Saturnmond Prometheus (Durchmesser 102 Kilometer), aufgenommen am 27. Januar 2010 (die dunklen Linien oben links sind Schattenwürfe von Saturns F-Ring!)
- den Saturnmond Dione, aufgenommen am 27. Januar 2010 aus 136.627 km Entfernung
- die mit Kratern und Rissen überzogene Oberfläche von Dione, aufgenommen am 27. Januar 2010 aus 45.114 km Entfernung
Glitzernder See auf Saturnmond Titan

Die Sonne spiegelt sich im Titan-See Kraken Mare.
Das Bild wurde im Infraroten
bei einer Wellenlänge von 5 Mikrometern aufgenommen.
(NASA/JPL/University of Arizona/DLR)
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Das hier gezeigte Bild des Saturnmondes Titan wurde am 8. Juli 2009 vom Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS) an Bord der Raumsonde Cassini aufgenommen. Der helle Fleck ist Sonnenlicht, das von der glatten Oberfläche des Methansees “Kraken Mare” reflektiert wird, der sich auf der nördlichen Hemisphäre des Saturnmondes befindet. Die Aufnahme belegt, dass die Seen auf Titan tatsächlich aus flüssigem Methan (und anderen flüssigen Kohlenwasserstoffen) bestehen.
“Kraken Mare” ist im wahrsten Sinne gigantisch: der See dehnt sich über eine Fläche von etwa 400.000 Quadratkilometern aus – das ist größer als das Kaspische Meer, der größte See der Erde!
Als Teil der von NASA und ESA für das Jahr 2020 geplanten TandEM-Mission zur Erforschung der Saturnmonde Titan und Enceladus ist ein Lander vorgesehen, der auf dem “Kraken Mare” niedergehen soll.
Kraken Mare: ein spiegelndes Gewässer auf dem Saturnmond Titan
Glint of Sunlight Confirms Liquid in Northern Lake District of Titan