Archiv für die Kategorie „Sternenhimmel“
Bilder und Videos der ringförmigen Sonnenfinsternis

Die ringförmige Sonnenfinsternis am 15. Januar 2010.
Screenshots des Live-Webcasts von den Malediven.
(USTREAM/Television Maldives/Maldives Science Society/astroarts.org)
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Bilder:
- Foto von Ramakrishnan Sai Swaminathan
- National Geographic – Eclipse Photos: “Ring of Fire” Shines Over Africa, Asia
- Foto von Chris Kotsiopoulos & Anthony Ayiomamitis aus Griechenland
Videos:
Ringförmige Sonnenfinsternis am 15. Januar 2010
Am morgigen 15. Januar findet die längste ringförmige Sonnenfinsternis des dritten Jahrtausends statt.
Die etwa 300 km breite Sichtbarkeitszone beginnt in Afrika im Dreiländereck Kamerun/Zentralafrikanische Republik/Tschad. Der Mondschatten überquert anschließend die Demokratische Republik Kongo, Uganda, Kenia und Somalia. Nach dem Verlassen Afrikas zieht der Mondschatten über den Indischen Ozean, wo einige hundert Kilometer südwestlich der Malediven die maximale Finsternisdauer von knapp über 11 Minuten erreicht wird. Der Weg des Mondschattens führt dann weiter über den Süden Indiens, den Golf von Bengalen, Myanmar (Burma) und China. Die Bewohner der chinesischen Stadt Chongqing, die erst vor einem halben Jahr eine totale Sonnenfinsternis erlebt haben, können nun erneut ein grandioses Himmelsschauspiel beobachten.
Die ringförmige Sonnenfinsternis endet schließlich an der Küste des Gelben Meeres.
Detaillierte Infos auf der Seite von Fred Espenak (NASA)
Live-Webcast aus Varkala, Indien
Partielle Mondfinsternis am 31.12.2009
Das Internationale Jahr der Astronomie 2009 kam am Silvesterabend zu einem angemessenen Ende: um 19:52 Uhr MEZ trat der Mond in den Kernschatten der Erde ein, wobei sein südlicher Rand vollständig verdunkelt wurde.
In weiten Teilen Europas, so auch in Deutschland, wurde die Sicht auf diese partielle Mondfinsternis jedoch durch dichte Wolken behindert oder war gänzlich unmöglich.
Amateur-Astronomen in Spanien und Indien hingegen hatten klare Sicht auf das Himmelsschauspiel und konnten beeindruckende Webcasts auf die Beine stellen.
Wenige Stunden später gab’s im Internet dann die ersten Bilder zu sehen, wie z.B. diese schöne Montage der MoFi von Anthony Ayiomamitis aus Athen, diese Aufnahme von Daniel Lynch aus Dublin oder diese von Ashmeet Singh aus Delhi. Eine Bildergalerie mit den schönsten und originellsten Aufnahmen der Mondfinsternis kann man bei SpaceWeather.com bestaunen. Und auch YouTube blieb nicht von diesem Himmelsereignis verschont, wie das folgende “dramatische” Video aus der Schweiz zeigt:
370-Millionen-Pixel-Blick auf den Lagunennebel

GigaGalaxy Zoom
- Atemberaubender Blick auf den Lagunennebel -
(ESO)
Heute wurde das dritte, 370 Millionen Pixel große Bild des Projektes “GigaGalaxy Zoom” veröffentlicht. Es bietet einen atemberaubenden Blick auf den Lagunennebel, einen Emissions- und Reflexionsnebel im Sternbild Schütze. Der Nebel ist etwa 5.200 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Unsere galaktische Heimat in 340 Millionen Pixeln

Das zweite Bild des Projektes GigaGalaxy Zoom.
(ESO/Stéphane Guisard)
Letzte Woche wurde vom Projekt GigaGalaxy Zoom ein interaktives 360-Grad-Panorama des gesamten Nachthimmels veröffentlicht – mit dem Versprechen, noch zwei weitere zoombare Bilder online zu stellen.
Das zweite Bild ist ab heute verfügbar: es eröffnet dem Betrachter einen wunderbaren Blick auf das Zentrum unserer galaktischen Heimat zwischen den Sternbildern Schütze und Skorpion.
Rechts erkennt man die farbenfrohe Rho Ophiuchi Region und den Roten Riesenstern Antares. Die staubige Spur unserer Milchstraße zieht sich quer durch das Bild – übersät mit markanten, rötlichen Nebeln, wie z.B. dem Lagunennebel (M8), dem Trifidnebel (M20), sowie dem Emissionsnebel NGC 6357 und dem Katzenpfotennebel NGC 6334.
Das Mosaik wurde aus über 1.200 Einzelbildern zusammengesetzt, die 52 verschiedene Himmelsregionen abdecken. Das in insgesamt 200 Stunden Belichtungszeit entstandene Bild hat eine Größe von 24.403 x 13.973 Pixeln.
Viel Spaß damit!
Interaktives 360-Grad-Panorama des Nachthimmels
Ein atemberaubendes, 800 Millionen Pixel großes und zoombares 360-Grad-Panorama des gesamten Nachthimmels wurde heute von der Europäischen Südsternwarte (ESO) im Rahmen des Projektes “GigaGalaxy Zoom” online gestellt. “GigaGalaxy Zoom” ist ein spezielles Projekt für das Internationale Jahr der Astronomie und soll möglichst viele Menschen dazu animieren, in die Milchstraße “einzutauchen” und mehr über unsere himmlische Nachbarschaft zu erfahren.
Mit Hilfe des interaktiven Panoramas kann man das Universum so erleben, wie es mit bloßem Auge vom Standort der ESO in Chile zu sehen ist. ESO’s Observatorium auf dem Cerro Paranal in der Atacamawüste gehört zu den besten astronomischen Beobachtungsplätzen der Welt, da sich die Atmosphäre über dem Gipfel des Berges durch eine trockene und außergewöhnlich ruhige Luftströmung auszeichnet.
ESO unveils an amazing, interactive, 360-degree panoramic view of the entire night sky
Satelliten fotografieren die Sonnenfinsternis vom 22. Juli 2009

Der Mondschatten über dem Pazifik,
aufgenommen vom Satelliten GOES-W.
(NEODAAS/EUMETSAT/DSRS/astroarts.org)
Zum Vergrößern das Bild anklicken.
Einige der geostationären Satelliten sowie die Sonnenforschungssatelliten Koronas-Foton und Hinode (Solar-B) hatten die Gelegenheit, Bilder von der Sonnenfinsternis und der Wanderung des Mondschattens über die Erdoberfläche aufzunehmen.
Der Mondschatten über China und Taiwan, aufgenommen vom japanischen Satelliten MTSAT:
Eclipse Shadows Southeastern China
Bilder des japanischen Sonnenforschungssatelliten Hinode:
Images of Solar Eclipse as seen by Hinode Satellite
Bilder und Videos der totalen Sonnenfinsternis (Update)
Die längste Sonnenfinsternis des 21. Jahrhunderts hat in Asien trotz Regens und teils dichter Wolkendecke Millionen Menschen in ihren Bann gezogen.
Das Himmelsschauspiel war von Indien über Bangladesch und Birma bis nach China zu sehen. Japan, Indonesien und Hawaii sahen eine partielle Finsternis. Damit überzog die Sonnenfinsternis einige der meistbewohnten Gegenden der Welt.
Als erstes konnten Frühaufsteher im westindischen Bundesstaat Gujarat die Sonnenfinsternis beobachten. In der ostchinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai war das Spektakel dann 36 Minuten später zu sehen.
Insgesamt hatte die Sonnenfinsternis einen Korridor mit 259 Kilometern Breite und etwa 15.000 Kilometern Länge. Über dem Pazifik, in Nähe der Vulkaninsel Kita-Iwojima, war die Sonne sechs Minuten und 39 Sekunden lang komplett vom Mond verdeckt – eine Rekordzeit, die erst von der Finsternis am 13. Juni 2132 übertroffen wird.
In Indien verdarb ein wolkenverhangener Himmel und Regen vielen Schaulustigen das Spektakel. Fünf Millionen Hindus badeten während der Sonnenfinsternis im heiligen Fluss Ganges. In der nordindischen Stadt Kurukshetra nahmen eineinhalb Millionen Pilger während der Finsternis ein Bad, um entsprechend ihrem Glauben ihre Seelen zu reinigen. Zehntausende Hindus begrüßten in Varanasi mit erhobenen Armen die “Wiederkehr” der Sonne.
Im Südwesten Chinas hatten Millionen Schaulustiger einen klaren Blick auf das Himmelsereignis. In der westchinesischen Küstenstadt Shanghai mussten die Menschen jedoch teilweise dem Regen trotzen – und wurden belohnt, als die Wolkendecke plötzlich doch noch aufriss. Zahlreiche Büroangestellte strömten auf die Straßen, in den Wolkenkratzern Shanghais wurde für die Zeit der Finsternis das Licht ausgeschaltet.
Erste Bilder und Videos der totalen Sonnenfinsternis vom 22. Juli 2009 sind inzwischen online zu bestaunen:
Solar Eclipse Gallery: July 22, 2009
Story Balloon – 15 Videos Of The 2009 Solar Eclipse July 22
Hinter den Wolken – Sonnenfinsternis in Asien
Bilder der Sonnenfinsternis bei Flickr (Dank an Peter)
Totale Sonnenfinsternis am 22. Juli 2009

Die totale Sonnenfinsternis vom 11. August 1999.
Foto: Luc Viatour
Am 22. Juli 2009 wird die längste totale Sonnenfinsternis dieses Jahrhunderts über Indien, China und dem Pazifik zu sehen sein. Über dem Arabischen Meer kommt es zum “ersten Kontakt”, der Neumond berührt die Sonne. Mit dem “zweiten Kontakt” – der Mond verdeckt die Sonne – bricht Dunkelheit über Indien, Bhutan, Myanmar und China herein.
Über dem Pazifik dauert die Phase der Totalität sechs Minuten und 39 Sekunden.
NASA – Total Solar Eclipse of 2009 July 22
(Das in diesem Artikel gezeigte Bild steht unter einer Creative Commons-Lizenz.)
100 Stunden Astronomie: Mit 80 Teleskopen um die Welt
Im Rahmen des Projektes “100 Stunden Astronomie” vom 2. bis 5. April 2009 soll möglichst vielen Menschen auf der Erde die Möglichkeit gegeben werden, einmal selbst durch ein Teleskop zu blicken. Dieser umfangreichste Programmpunkt des Internationalen Jahres der Astronomie bietet zudem ein besonderes Highlight: während eines 24-stündigen Webcasts gewähren die größten Teleskope der Welt einen Blick hinter die Kulissen! Der Webcast beginnt am 3. April 2009 um 11 Uhr MESZ mit dem Gemini-Teleskop auf Hawaii, wandert langsam in westlicher Richtung um die Welt, und endet am 4. April 2009 um 11 Uhr MESZ beim Hale-Spiegelteleskop des Mount-Palomar-Observatoriums. Das Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile ist ebenso am Webcast beteiligt wie die Weltraumteleskope Hubble, Spitzer und Chandra.