Komet kollidierte mit dem Planeten Neptun
Ein Komet könnte vor etwa 200 Jahren den Planeten Neptun getroffen haben. Dafür spricht die Verteilung von Kohlenmonoxid in der Atmosphäre des Gasriesen, die eine Forschergruppe – darunter Wissenschaftler des französischen Observatoriums LESIA in Paris, vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) im niedersächsischen Katlenburg-Lindau und vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching – jetzt untersucht hat. Die Forscher werteten dazu Messungen des Infrarot-Weltraumteleskops Herschel aus, das seit Mai 2009 in ungefähr 1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde um die Sonne kreist.
Weiter in der Pressemeldung der Max-Planck-Gesellschaft:
Kometeneinschlag auf Neptun -
Beobachtungen des Weltraumobservatoriums Herschel deuten auf einen Aufprall vor einigen hundert Jahren hin
First results of Herschel-PACS observations of Neptune
Siehe auch:
Comet strike could explain Neptune’s air
Hayabusa: Staub in Rückkehrkapsel gefunden
In der Rückkehrkapsel der japanischen Asteroidensonde Hayabusa wurden Staubpartikel gefunden, die möglicherweise vom Asteroiden Itokawa stammen.
Small particles found in the sample container of the HAYABUSA
NASA verschiebt Termine der letzten beiden Shuttle-Missionen
Die Raumfahrtbehörde NASA hat die Termine für die letzten beiden Shuttle-Starts verschoben. Grund dafür ist, dass einige Ersatzteile und Komponenten, die zur Raumstation gebracht werden sollen, nicht rechtzeitig fertig gestellt werden können.
Die neuen Starttermine sind:
STS-133, Discovery – Montag, 1. November 2010, 21:33 Uhr MEZ
STS-134, Endeavour – Samstag, 26. Februar 2011, 22:19 Uhr MEZ
Falls der US-Kongress und die NASA bis spätestens zum Herbst diesen Jahres zusätzliche Gelder bewilligen, könnte es auch noch eine Mission STS-135 geben. Diese würde frühestens am 24. Juli 2011 starten.
NASA managers refine launch dates – deadline approaching for STS-135
Rosetta kurz vor Vorbeiflug am Asteroiden Lutetia
Die europäische Kometensonde Rosetta wird am kommenden Samstag, den 10. Juli 2010 um 17:44 Uhr MESZ (Bordzeit) in einem Abstand von etwa 3.200 Kilometern am rund 100 Kilometer großen Asteroiden (21) Lutetia vorbeifliegen. Erste Bilder des Asteroiden werden gegen 23:00 Uhr erwartet.
Rosetta ist auf dem Weg zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko, den sie im Mai 2014 erreichen soll. An Bord der Raumsonde befindet sich die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte Landesonde namens Philae, die auf der Oberfläche des Kometen aufsetzen soll.
Rosetta und Philae sind bereit für den Vorbeiflug am Asteroiden Lutetia
Wichtige Neuigkeiten zum Vorbeiflug von Rosetta am Asteroiden Lutetia werde ich zeitnah per Twitter bekanntgeben:
http://twitter.com/astroflux
Planck liefert erstes Komplettbild des Himmels
Die ESA hat heute die erste Gesamtansicht des Himmels veröffentlicht, die auf Daten ihres Satelliten Planck basiert.
Planck enthüllt Vergangenheit und Gegenwart des Universums
Planck all-sky image depicts galactic mist over the cosmic background
Pulsare als genaue kosmische Uhren
Ein internationales Team von Astronomen hat das Verhalten von kosmischen Uhren untersucht und dabei ein Verfahren entdeckt, das sie zu den mit Abstand genauesten Zeitmessern im Universum macht. Die Wissenschaftler, darunter Michael Kramer vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, werteten dazu die Signale von Pulsaren aus. Diese beobachten Forscher bereits mehrere Jahrzehnte mit dem 76-Meter-Radioteleskop am englischen Observatorium Jodrell-Bank.
Weiter in der Pressemeldung der Max-Planck-Gesellschaft:
Pulsare als Atomuhren -
Die Korrektur von Rotationsinstabilitäten macht Neutronensterne zu den besten Zeitmessern im Universum
Siehe auch:
Cosmic clocks hold the key to the secrets of the Universe
“Solscape” mit neuer Web-Adresse
“Solscape” ist ab sofort unter der folgenden neuen Web-Adresse erreichbar:
http://www.astroarts.org/solscape/
Wer das Wissenschaftsblog künftig unter der alten Web-Adresse aufruft, wird automatisch auf die neue Adresse weitergeleitet. Entsprechendes gilt für die Permalinks der alten Blog-Artikel.
Die Wartungsarbeiten sind im Großen und Ganzen abgeschlossen, so dass man alle Seiten wieder wie gewohnt erreichen kann. An dem einen oder anderen Inhalt nehme ich in den kommenden Tagen noch etwas “Feintuning” vor, was den laufenden Betrieb der Webseiten allerdings nicht weiter stören sollte.
In eigener Sache: Wartungsarbeiten
Mit dem heutigen Erscheinen von WordPress 3.0 stehen hier auf astroarts.org umfangreiche Wartungsarbeiten sowie die Umstrukturierung einiger Seiten an. Daher ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Tagen sowohl AstroArts als auch Solscape zeitweise nicht erreichbar sein werden.
Ich bitte um euer Verständnis.
Der Falke kehrt heim
Am 9. Mai 2003 war die japanische Raumsonde “Hayabusa” (Wanderfalke) zum Asteroiden Itokawa aufgebrochen. Nachdem sie zwei Milliarden Kilometer zurückgelegt hatte, traf die Sonde am 12. September 2005 bei dem Asteroiden ein. Dort sollten Gesteinsproben entnommen und anschließend zur Erde zurückgebracht werden.
Die Reise von “Hayabusa” war von Anfang an mit technischen Problemen behaftet, dazu gehörten Pannen beim Ionenantrieb und der zeitweilige Verlust des Funkkontakts. Oft mussten die Techniker und Wissenschaftler der japanischen Raumfahrtagentur JAXA improvisieren, um die Mission überhaupt weiterführen zu können.
Nach sieben Jahren “Odyssee” im All wird “Hayabusa” nun auf der Erde zurückerwartet. Am Sonntag gegen 16:00 Uhr MESZ soll die Raumsonde über einer entlegenen Gegend Australiens nahe Woomera die Wiedereintrittskapsel mit den Proben abwerfen. Die Sonde selbst wird kurze Zeit darauf in der Erdatmosphäre verglühen.
Wissenschaftler der NASA und JAXA werden von Bord einer DC-8 den Eintritt der Kapsel in die Erdatmosphäre beobachten und dabei Messungen vornehmen. In niedrig fliegenden Maschinen sowie am Boden sind Beobachtungsstationen eingerichtet, die eine möglichst schnelle Ortung der Rückkehrkapsel gewährleisten sollen.
JAXA – Asteroid Explorer “HAYABUSA” (MUSES-C)
Hayabusa Sample Return Capsule Entry – Airborne Observing Campaign (mit Live Video Feed!)
Gekicke im Weltraum
Gekickt wird nicht nur im Fußball: Wenn etwa Schwarze Löcher einander so nahe kommen, dass sie zusammenstoßen und verschmelzen, dann erfährt das resultierende Schwarze Loch einen Rückstoß und schießt mit einer Geschwindigkeit von bis zu einigen tausend Kilometern pro Sekunde weiter durchs All. Manchmal aber verringert sich das Tempo plötzlich – ein Verhalten, für das es bisher keine Erklärung gab. Nun haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik das Rätsel gelöst: Es handelt sich um eine Art Rückstoß in die entgegengesetzte Richtung, der die Gesamtgeschwindigkeit herabsetzt. In diesem “Anti-Kick” strahlt das Schwarze Loch Gravitationswellen ab und erreicht so seine energetisch optimale Form: die Kugel.
Weiter in der Pressemeldung der Max-Planck-Gesellschaft:
Über das Bremsverhalten von Schwarzen Löchern