PostHeaderIcon Physiker erzeugen Element 117

Mit dem Schwerionenbeschleuniger am Flerov Laboratory of Nuclear Reactions in Dubna ist es einem russisch-amerikanischen Forscherteam gelungen, das superschwere Element 117 zu erzeugen. Die Atomkerne dieses sehr instabilen Elements sind rund 40 Prozent schwerer als Blei.
Trotz seiner kurzen Lebensdauer hält Element 117 deutlich länger durch als viele im Periodensystem vor ihm stehende leichtere Elemente. Diese Tatsache bestätigt die seit längerem bestehende Theorie, wonach es in diesem Bereich der Atomgewichte eine Art “Insel der Stabilität” gibt.
Seit 1940 haben Wissenschaftler insgesamt 26 Elemente jenseits des Urans künstlich hergestellt. Die meisten davon sind nach den Standorten der Kernforschungszentren oder nach berühmten Wissenschaftlern benannt – zuletzt das von Darmstädter Forschern erzeugte Copernicium mit der Ordnungszahl 112.
Da das Element 118 bereits im Jahr 2002 erstmals nachgewiesen worden war, ist mit Element 117 nun die unterste Reihe des Periodensystems vollständig gefüllt.

Flerov Laboratory of Nuclear Reactions, Dubna

Welt der Physik: Suche nach der Insel der Stabilität

PostHeaderIcon Eisklippen auf Saturnmond Dione

Eisklippen auf Saturnmond Dione.
(NASA/JPL/Space Science Institute/astroarts.org)
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Dieses beeindruckende Bild von Eisklippen auf der Oberfläche des Saturnmondes Dione wurde am 7. April 2010 von der Telekamera an Bord der Raumsonde Cassini aufgenommen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war Cassini etwa 2.500 Kilometer von Dione entfernt. Die Bildauflösung beträgt 15 Meter pro Pixel.

PostHeaderIcon 50 Jahre SETI-Programm

Heute vor 50 Jahren, am 8. April 1960, startete das vom US-amerikanischen Astronomen und Astrophysiker Frank Drake initiierte SETI-Programm, die systematische Suche nach Funksignalen außerirdischer Intelligenzen.

S.E.T.I. vermeldet Historisches

SETI@home

PostHeaderIcon CryoSat-2 erfolgreich gestartet

Heute um 15:57 Uhr MESZ startete der europäische Erdbeobachtungssatellit CryoSat-2 an Bord einer russischen Trägerrakete vom Typ Dnepr von Baikonur in Kasachstan aus ins All. Aus einer polaren Erdumlaufbahn in 717 Kilometern Höhe soll CryoSat-2 mindestens bis zum Jahr 2013 die Dicke der Eisfelder in der Antarktis und in Grönland vermessen. Die Daten des Satelliten werden uns neue Einblicke in die Veränderung der Eismassen infolge des Klimawandels ermöglichen.

DLR Portal – Polar-Mission CryoSat-2 erfolgreich gestartet

ESA – Living Planet Programme

YouTube – Cryosat 2 launch

PostHeaderIcon Cassini: naher Vorbeiflug am Saturnmond Dione

Eismond Dione,
aufgenommen am 11. Oktober 2005
von der Raumsonde Cassini.
Im Hintergrund sind der Saturn
und die hauchdünne Ringebene zu sehen.
(NASA/JPL/Space Science Institute)
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Am 7. April 2010 wird die Raumsonde Cassini am Saturnmond Dione vorbeifliegen. Die Sonde wird sich dabei der Oberfläche des 1.123 Kilometer durchmessenden Eismondes bis auf eine Distanz von 503 Kilometer annähern. Dies ist die größte Annäherung von Cassini an Dione seit dem 11. Oktober 2005.
Vier Stunden vor der größten Annäherung wird die an Bord der Raumsonde befindliche Kamera bereits mit ihrer Arbeit beginnen, dabei soll gezielt nach Anzeichen für Kryovulkanismus auf Dione gesucht werden. Zum Zeitpunkt der größten Annäherung an Dione wird dann das Plasma-Spektrometer seine Arbeit aufnehmen, um die Interaktion zwischen Dione und der Magnetosphäre des Saturn genauer zu untersuchen. Anschließend werden 20 hochaufgelöste Bilder von der Oberfläche des viertgrößten Saturnmondes aufgenommen. In dem von der Kamera erfassten Gebiet befinden sich drei der größten Impaktkrater auf Dione: Aeneas, Dido und Turnus.

Cassini Doubleheader: Flying By Titan and Dione

PostHeaderIcon Raumfähre "Discovery" auf dem Weg zur Internationalen Raumstation

Heute um 12:21 Uhr MESZ hob die Raumfähre “Discovery” wie geplant von der Startrampe 39A des Kennedy Space Center in Florida ab. Während der 13-tägigen Mission STS-131 sollen mehrere Tonnen Ausrüstung und Lebensmittel zur Internationalen Raumstation gebracht werden. Unter den sieben Astronauten an Bord der “Discovery” befinden sich diesmal drei Frauen, die amerikanischen Astronautinnen Dorothy Metcalf-Lindenburger und Stephanie Wilson sowie die japanische Astronautin Naoko Yamazaki.
Bereits am Freitag war von Baikonur aus eine Sojus-Rakete gestartet. Die Sojus TMA-18-Raumkapsel mit den russischen Kosmonauten Alexander Skorzow und Michail Kornjenko sowie der US-Astronautin Tracy Caldwell Dyson an Bord hatte am Sonntag an der Raumstation angedockt.

Foto: Tracy Caldwell Dyson, Alexander Skorzow und Michail Kornjenko (v.l.n.r.)

Foto vom Start der Sojus-Rakete

NASA – Space Shuttle

YouTube – Discovery and STS-131 Crew 2 Days from ISS

PostHeaderIcon 50 Jahre Wetterbeobachtung per Satellit

Heute vor 50 Jahren, am 1. April 1960, startete mit TIROS-1 der erste experimentelle Wettersatellit von Cape Canaveral aus ins All. TIROS-1 funktionierte bis zum 15. Juni 1960 und sendete weit über 15.000 Bilder.
Die erste Generation des US-amerikanischen TIROS-Programms, das bis zum 31. Juli 1966 lief, umfasste insgesamt zehn Satelliten. Mit ihnen wollten NASA und NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) vor allem erproben, ob die an Bord befindlichen Fernsehkameras die Wolkenformationen auf der Erde auch wirklich gut erfassen können. In der nächsten Generation waren die TIROS-Satelliten dann auch keine reinen Erprobungsprojekte mehr, sondern wurden operativ für die Wettervorhersage, Erdbeobachtung und Klimaforschung eingesetzt.
Heute gehören die Bilder der Wettersatelliten zu unserem Alltag. So dokumentiert z.B. MeteoSat den für ihn einsehbaren Teil der Erde (Afrika und Europa) in verschiedenen Wellenlängenbereichen und mit einer Wiederholrate von 30 Minuten – die Bodenstationen bekommen also alle 30 Minuten aktuelle und umfangreiche MeteoSat-Wetterdaten.

NOAA – 50th Anniversary of the Satellite that “Forever Changed Weather Forecasting”

NASA And NOAA Mark 50 Years Of Weather Watching From Space

EUMETSAT – 50 years of weather satellites: Celebrating the launch of TIROS-1

PostHeaderIcon Der Eyjafjallajökull-Vulkan bei Nacht … und aus der Luft

Die Eruptionen des Eyjafjallajökull-Vulkans in Island bei Nacht:

YouTube – Volcanic eruption at Fimmvorduhals near Eyjafjallajökull volcano


Und weil’s so schön ist, hier noch ein paar atemberaubende Luftaufnahmen vom Eyjafjallajökull-Vulkan. Östlich der schon bestehenden Lavaspalte hat sich in den letzten Märztagen eine neue aufgetan, aus der insgesamt sieben Lavaströme austreten.

YouTube – Aerial video of the new eruption crater at Eyjafjallajökull, Iceland

PostHeaderIcon Large Hadron Collider: erstes Experiment ein voller Erfolg

Gestern um 13:06 Uhr MESZ kollidierten im Ring des Large Hadron Collider (LHC) am CERN erstmals Protonen mit einer niemals zuvor erreichten Energie. Der Zusammenstoß der beiden auf jeweils 3,5 Teraelektronenvolt (TeV) beschleunigten Teilchenstrahlen schuf für kurze Zeit Bedingungen, wie sie kurz nach dem Urknall herrschten. Bis etwa 16:30 Uhr MESZ blieben die kollidierenden Teilchenstrahlen stabil und erzeugten dabei mehr als eine halbe Million Kollisionsereignisse.
Das erfolgreiche Experiment markiert den Beginn einer neuen Ära für die Forschung auf dem Gebiet der Teilchenphysik.

LHC research programme gets underway

CERN Document Server: LHC First Physics Photos

LHC Homepage

PostHeaderIcon Mit "Opportunity" unterwegs auf dem Mars

Opportunity (siehe Pfeil) am Rand des Kraters "Concepción".
(NASA/JPL/University of Arizona)
Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Der Marsrover “Opportunity” hat zum jetzigen Zeitpunkt insgesamt 20.043 Meter auf der Oberfläche des Roten Planeten zurückgelegt. Derzeit befindet sich der Rover auf der Fahrt vom Krater “Concepción” zu den etwa 800 Meter weiter südlich gelegenen “Twin Craters”.
Am 13. Februar 2010 nahm die HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) ein Bild auf, auf dem man “Opportunity” am Rand des etwa 10 Meter durchmessenden Kraters “Concepción” erkennen kann. Auf der Aufnahme sind auch die Spuren zu sehen, die der Rover während seiner Fahrt zu diesem Krater in den flachen Sanddünen hinterlassen hat.
Am 11. März 2010 konnte “Opportunity” mit seiner Panoramakamera den Rand des etwa 65 Kilometer entfernten Bopolu-Kraters aufnehmen. Dieser Krater befindet sich östlich eines inzwischen aus der Liste gestrichenen potentiellen Landeplatzes für “Curiosity”, das Mars Science Laboratory (MSL).
Mittlerweile wurde auch die Bordsoftware von “Opportunity” aktualisiert. Diese AEGIS (Autonomous Exploration for Gathering Increased Science System) genannte Software ermöglicht es dem Rover, die mit Hilfe seiner Panorama- oder Navigationskamera aufgenommenen Fotos während der Fahrt selbständig zu analysieren und anhand vorgegebener Kriterien autonom zu entscheiden, welche geologisch interessanten Objekte in höherer Auflösung fotografiert werden.
Als Langzeitziel hat “Opportunity” den jetzt noch etwa 12 km entfernten Endeavour-Krater vor sich.

HiRISE – Opportunity at the Edge of Concepción Crater

PIA12980: Rim of Bopolu Crater Far to the Southwest of Opportunity

JPL Science and Technology: Under their own AEGIS


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