PostHeaderIcon Feuer und Eis

Drei beeindruckende Videos vom Ausbruch des Vulkans unter dem Eyjafjalla-Gletscher in Island:

YouTube – Volcano in Iceland erupts – Dramatic Video


YouTube – Iceland volcano eruption March 2010 – New footage


YouTube – Volcano Eruption on Iceland March 21th 2010

PostHeaderIcon Schneefall auf Enceladus

Auf dem Saturnmond Enceladus schleudern Geysire in der Südpolregion Eisteilchen ins All. Dabei entkommen die schnellen Partikel der Anziehungskraft des Mondes und landen in Saturn’s E-Ring. Die langsameren Eisteilchen dagegen sorgen für leichten Schneefall in der Umgebung der Geysire.

Weiter in der Pressemeldung der Max-Planck-Gesellschaft:
Schneekanonen auf Enceladus

Enceladus’ Plume: Formation and Dynamics of Icy Grains

Signatures of Enceladus in Saturn’s E ring

PostHeaderIcon Unterwasser-Erdrutsch vor Afrika

Forscher des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-Geomar) in Kiel haben südlich der Kanarischen Inseln Spuren eines gigantischen Unterwasser-Erdrutsches gefunden, der sich vor rund 2.000 Jahren ereignete.
Damals glitten Schuttmassen vom Rand des afrikanischen Kontinents ab und bewegten sich über 900 Kilometer durch den Ozean. Schließlich bedeckten sie eine Fläche von rund 150.000 Quadratkilometern.
Die Forscher hatten eigentlich eine bekannte und sehr viel ältere Erdbewegung untersuchen wollen, die sog. Sahara-Hangrutschung. Bisher vermuteten Forscher, dass sich dieser Erdrutsch dort vor rund 50.000 bis 60.000 Jahren abspielte, als der Meeresspiegel des Atlantiks deutlich anstieg. Die nun entdeckte Rutschung geschah allerdings in einer klimatisch relativ stabilen Zeit.
Unterwasser-Erdrutsche lösen im schlimmsten Fall verheerende Tsunamis aus. Auf den nahe gelegenen Kanarischen Inseln könnte es also entsprechende Ablagerungen geben und möglicherweise finden sich sogar bei den Autoren der Antike Hinweise auf eine solche Katastrophe.
Dessen ungeachtet hat die jüngste Entdeckung aber vor allem Konsequenzen für die Gefahrenabschätzung für Bohrinseln, Pipelines und Datenkabel.

Ein Tsunami zu Kaiser Augustus’ Zeiten?

Submarine Gefahren an Kontinentalrändern

PostHeaderIcon Erfolgreicher Testflug für "SpaceShipTwo" – Update

Die "VSS Enterprise" beim Testflug über Kalifornien.
(Flightglobal.com)
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Das auf den Namen “VSS Enterprise” getaufte Raumschiff “SpaceShipTwo” von Virgin Galactic, mit dem ab dem Jahr 2012 kommerzielle Weltraum-Ausflüge möglich werden sollen, ist am Montag erstmals in die Luft befördert worden. Das Trägerflugzeug “WhiteKnightTwo” brachte die “VSS Enterprise” in eine Höhe von 13.716 Metern. Der Start erfolgte in der kalifornischen Mojave-Wüste, der Flug dauerte knapp drei Stunden. Auf das Ausklinken und die Zündung des Raketenantriebs von “SpaceShipTwo” wurde bei diesem Testflug verzichtet – im Vordergrund standen hier Aerodynamik-Analysen.
Der britische Milliardär und Virgin Galactic-Gründer Richard Branson und der Luftfahrtpionier Burt Rutan hatten das Raumschiff Anfang Dezember 2009 erstmals öffentlich vorgestellt. Das 18 Meter lange “SpaceShipTwo” bietet zwei Piloten und sechs Passagieren Platz. Es soll von dem Trägerflugzeug in rund 18 Kilometer Höhe gebracht werden. Dort soll sich das Raumschiff dann abkoppeln und mittels Raketenantrieb auf eine Höhe von 110 Kilometer steigen. Die Passagiere können sich dann einige Minuten in der Schwerelosigkeit bewegen und den Ausblick auf unseren Blauen Planeten geniessen.
Über 300 Menschen haben nach Angaben von Virgin Galactic bereits einen Platz im Raumschiff reserviert. Der Preis für das etwa zweieinhalbstündige Abenteuer liegt bei rund 200.000 Dollar (148.000 Euro).
Derzeit baut Virgin Galactic in Las Cruces im US-Bundesstaat New Mexico einen Flughafen mit dem Namen “Spaceport America”.

YouTube – Virgin Galactic’s VSS Enterprise First “Captive Carry” Flight

PostHeaderIcon Erste Wetterkarte des Großen Roten Flecks auf Jupiter

Wärmebild des Großen Roten Flecks
und seiner Umgebung.
(ESO/NASA/JPL/ESA/L. Fletcher)
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Einem internationalen Forscherteam um Glenn Orten vom Jet Propulsion Laboratory in Pasadena ist es erstmals gelungen, eine Wetterkarte des größten auf Jupiter tobenden Wirbelsturms zu erstellen.
Der als “Großer Roter Fleck” bezeichnete Orkan ist mit einer Länge von 24.000 Kilometern und einer Breite von 13.000 Kilometern nicht nur der größte Wirbelsturm unseres Sonnensystems, sondern auch der langlebigste: er existiert schon seit mindestens 300 Jahren. Dabei ist er sowohl in seiner räumlichen Ausdehnung als auch über die Zeit gesehen überraschend stabil.
Ermöglicht wurden die neuen Erkenntnisse durch Wärmebilder, die mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) und anderen auf der Erde stationierten Großteleskopen aufgenommen wurden.
Der Große Rote Fleck ist mit -160 Grad Celsius ein Kaltgebiet der Jupiteratmosphäre. Wie die Wärmebildaufnahmen verraten, herrschen jedoch in der besonders intensiv rot gefärbten Region in der Mitte des Flecks um drei bis vier Grad höhere Temperaturen als im Rest des ansonsten kalten Wirbelsturms.
Mit den neuen Erkenntnissen kann nun auch erstmals ein direkter Zusammenhang zwischen der Färbung des Großen Roten Flecks und Umweltbedingungen wie etwa der Temperatur hergestellt werden. Die gemessenen Temperaturunterschiede treiben offenbar die Zirkulation des Sturms an und transportieren somit auch chemische Verbindungen aus tiefer gelegenen Schichten nach oben, die für die auffällige rote Farbe des Wirbelsturms sorgen. In den Randbereichen des Flecks wiederum sind dunkle Streifen zu erkennen, die von den Forschern als absinkende Gase identifiziert wurden.
Bevor Ende der 1970er Jahre die Voyager-Sonden dem Gasplaneten Jupiter einen Besuch abstatteten, dachte man, der Große Rote Fleck wäre ein Oval ohne großartige innere Struktur. Die Wärmebilder bestätigen nun erneut, dass es sich im Gegenteil um ein höchst komplexes Gebilde handelt. Der Temperaturunterschied zwischen der Kern- und der Außenregion des Flecks reicht bspw. aus, um die Drehrichtung des Sturms in einem kleinen Gebiet zu ändern: während sich der Sturm eigentlich gegen den Uhrzeigersinn dreht, ist es im Zentrum genau umgekehrt.
Auch andere Regionen der Jupiteratmosphäre werden von derartigen Temperaturunterschieden beeinflusst. So sind die Windgeschwindigkeiten und die Wolkenmuster an verschiedenen Stellen der Jupiteratmosphäre messbar verändert.

Jupiter’s Spot Seen Glowing

Thermal Structure and Composition of Jupiter’s Great Red Spot from High-Resolution Thermal Imaging
(lokal gespeicherte PDF-Datei)

Der Große Rote Fleck, aufgenommen vom Weltraumteleskop Hubble

Bildmosaik des Großen Roten Flecks, aufgenommen von Voyager 1

Bildmosaik des Großen Roten Flecks, aufgenommen von der Raumsonde Galileo

PostHeaderIcon Spitzer findet urtümliche Schwarze Löcher

Bisher gab es sie nur in den Modellen der Astronomen: Urtümliche Schwarze Löcher, welche die Kerne aktiver Galaxien besiedeln und bereits im jungen Universum existierten. Jetzt haben Forscher gleich zwei solcher Schwerkraftmonster aufgespürt: Sie verraten sich als hell leuchtende Quasare. Ihr Licht stammt aus einer Zeit, in der das All gerade einmal eine Milliarde Jahre alt war: Wir beobachten sie so, wie sie vor 12,7 Milliarden Jahren ausgesehen haben.

Weiter in der Pressemeldung der Max-Planck-Gesellschaft:
Die ersten Schwarzen Löcher im Universum -
Mit dem Weltraumteleskop Spitzer spüren Astronomen urtümliche Quasare auf

NASA’s Spitzer Unearths Primitive Black Holes

Dust-free quasars in the early Universe

PostHeaderIcon Touchdown im Schnee

Landung der Sojus-Raumkapsel
in der schneebedeckten kasachischen Steppe.
(NASA/Bill Ingalls)
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NASA-Astronaut Jeff Williams und der russische Kosmonaut Maxim Surajew kehrten heute an Bord der Sojus TMA-16-Raumkapsel zur Erde zurück. Die Raumkapsel landete in der schneebedeckten kasachischen Steppe in der Nähe der Stadt Arkalyk.
Williams und Surajew waren Mitglieder der Crews von Expedition 21 und 22 und verbrachten insgesamt 167 Tage an Bord der Internationalen Raumstation.

PostHeaderIcon Borexino-Experiment weist erstmals Geo-Neutrinos nach

Mit dem Borexino-Detektor im italienischen Gran-Sasso-Untergrundlabor konnten erstmals Antineutrinos aus dem Inneren der Erde nachgewiesen werden. Die gewonnenen Daten zeigen ein deutliches Signal von Antineutrinos mit den erwarteten Energien aus dem radioaktiven Zerfall von Uran und Thorium. Die Messungen stützen damit die Theorie, wonach Radioaktivität die wesentliche Quelle für die Erdwärme darstellt. Die Hitze im Erdinneren ist verantwortlich für die konvektiven Bewegungen im Erdmantel, welche die vulkanische Aktivität und die Plattentektonik hervorrufen, wie auch für den Geodynamo, der das Erdmagnetfeld erzeugt.

Observation of Geo-Neutrinos

Borexino Experiment

PostHeaderIcon LRO fotografiert Landestellen sowjetischer Mondsonden

Luna 23 und Luna 24 im Mare Crisium.
(NASA/GSFC/Arizona State University/astroarts.org)
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Das sowjetische Luna-Programm zwischen 1959 und 1976 diente der Erkundung des Erdmondes und umfasste insgesamt 24 erfolgreich gestartete Sonden – und fast ebenso viele Fehlstarts. Die Luna-Sonden gehörten zu den ersten Raumsonden, die Aufnahmen von der Mondrückseite lieferten, Bodenproben vom Mond zur Erde zurückbrachten und Rover auf der Mondoberfläche absetzten.
Die Mondsonde Luna 20 (Start am 14. Februar 1972) konnte nur 55 g Bodenproben gewinnen, da der Bohrer nur etwa 30 cm tief in das Mondgestein eingedrungen war. Zur Gewinnung von mehr Gestein entwickelte man einen verbesserten Bohrer, der bis zu zweieinhalb Meter tief bohren konnte.
Luna 23, gestartet am 28. Oktober 1974, landete zwar wie vorgesehen im Mare Crisium, doch wurde die Sonde – und somit auch der Bohrer – bei der Landung so stark beschädigt, dass keine Bodenproben gewonnen werden konnten. Der Funkkontakt zu Luna 23 ging, nur 3 Tage nach der Landung, am 9. November 1974 verloren.
Die Rückkehrkapsel der letzten Luna-Sonde, Luna 24 (gestartet am 9. August 1976), brachte schließlich 170 g Mondgestein zur Erde. Luna 24 war nur wenige 100 Meter von Luna 23 entfernt ebenfalls im Mare Crisium gelandet.
Durch Weglassen der Rückstartstufe konnte die Unterstufe einer Luna-Sonde auch eine größere Nutzlast auf dem Mond landen. Dies wurde zweimal zur Beförderung eines Mondrovers genutzt. So brachte die am 8. Januar 1973 gestartete Mondsonde Luna 21 den Rover Lunochod 2 zum Mond. Obgleich diese Mission nur knapp vier Monate dauerte, legte der Rover eine Strecke von etwa 37 km auf der Mondoberfläche zurück. Am 9. Mai 1973 fuhr Lunochod 2 versehentlich in einen etwa 5 Meter durchmessenden Krater. Zwar gelang es der Missionskontrolle, den Rover wieder aus dem Krater zu manövrieren, jedoch waren die Solarzellen und der Kühler inzwischen derart dick mit Staub bedeckt, dass man nicht mehr ausreichend Strom zum Betrieb hatte und der Rover sich zudem mit Anbruch des nächsten Mondtages überhitzte. Lunochod 2 musste aufgegeben werden.
Nach über 30 Jahren hat der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) nun zum ersten Mal die Landestellen der eben beschriebenen sowjetischen Mondsonden aus knapp 50 Kilometern Höhe fotografiert.

LROC Image Browser – M119482862R – Luna 20 Landing Site

LROC Image Browser – M111185087 – Luna 23 and Luna 24 Landing Sites

Soviet Union Lunar Sample Return Missions

Soviet landers Luna 20, 23, and 24, plus the tracks of Lunokhod 2

Western researcher solves 37-year-old space mystery

Luna 20 im Apollonius-Hochland nahe des Mare Fecunditatis.
(NASA/GSFC/Arizona State University)
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Fahrspuren und Endposition des Mondrovers Lunochod 2.
(NASA/GSFC/Arizona State University/Phil Stooke)
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PostHeaderIcon Neue Bilder vom Marsmond Phobos

Marsmond Phobos,
aufgenommen am 7. März 2010.
(ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)/astroarts.org)
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Heute veröffentlichte die ESA neue Bilder vom Marsmond Phobos, aufgenommen am 7. März 2010 während eines nahen Vorbeiflugs der Raumsonde Mars Express am Marstrabanten.
Die Bilder, die aus einer Entfernung von 130 Kilometern und mit einer Auflösung von bis zu 4,40 Metern pro Pixel aufgenommen wurden, zeigen kleinste Details auf dem felsigen Mond – insbesondere das auf der ESA-Seite vorgestellte 3D-Anaglyphenbild sollte man sich deshalb nicht entgehen lassen!
Mars Express umkreist den Roten Planeten in einer stark elliptischen, polaren Umlaufbahn, so dass sich die Sonde alle fünf Monate mehrmals dem unregelmäßig geformten Marsmond annähert. In diesem Jahr flog Mars Express insgesamt schon neun Mal am Begleiter des Mars vorbei. Die größte Annäherung der Raumsonde fand mit nur 67 km Abstand am 3. März 2010 statt.
Phobos ist 27 mal 22 mal 19 Kilometer groß. Zu seiner Herkunft gibt es unterschiedliche Hypothesen. Viele seiner Oberflächeneigenschaften sind artverwandt mit der Familie der sog. C-Asteroiden, was darauf hindeuten könnte, dass der Mond durch die Schwerkraft des Mars in die Umlaufbahn um den Roten Planeten geriet. Allerdings ist es schwierig, den genauen “Einfangmechanismus” zu erklären. Eine alternative Hypothese geht davon aus, dass Phobos ein Überbleibsel aus der Entstehungszeit des Mars ist.
Vielleicht wissen wir ja bald mehr, denn im Jahr 2011 wird Russland eine Raumsonde namens “Fobos-Grunt” zu Phobos schicken, die dort landen und mittels eines Bohrgerätes Bodenproben sammeln soll. Diese sollen, hermetisch verpackt, in einer kleinen Rückkehrkapsel zur Erde gebracht werden. Die neuen, von Mars Express aufgenommenen Bilder vom Marsmond Phobos zeigen die Umgebung der beiden für “Fobos-Grunt” ausgewählten Landestellen und liefern den russischen Missionsplanern weitere wertvolle Hinweise für ihr technisch sehr anspruchsvolles Vorhaben.

ESA – Mars Express – Phobos flyby images


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